Bahn sieht sich zwischen Berlin und München als Gewinner

06.12.2018 - 16:43 0 Kommentare

Mit dem neuen Angebot zwischen Berlin und München kann die Deutsche Bahn in einem Jahr über vier Millionen Reisende anlocken - viele sollen vom Flugzeug umgestiegen sein. Offizielle Zahlen belegen das nicht.

Kundin an einem Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn. - © © Deutsche Bahn -

Kundin an einem Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn. © Deutsche Bahn

Die Eröffnung der Schnellfahrstrecke zwischen Berlin und München im Dezember 2017 scheint sich für die Deutsche Bahn zu lohnen. Laut einer Studie, die das Unternehmen zusammen mit dem Kommunikationskonzern Telefónica durchführte, steigerte sich der Marktanteil von 23 Prozent auf nun 46 Prozent.

Im Erhebungszeitraum seit der Eröffnung zählte die Bahn 4,4 Millionen Reisende - etwa doppelt so viele wie vor der Eröffnung für Sprinter-Züge, die in rund vier Stunden zwischen den zwei Metropolen fahren.

Der Marktanteil des Luftverkehrs sei dadurch von 48 auf 30 Prozent gesunken, so die Bahn. Etwa 1,2 Millionen Passagiere seien vom Flugzeug auf die Bahn umgestiegen. Auf Nachfrage von airliners.de zu weiteren Details zur Studie hat die Deutsche Bahn nicht reagiert.

Offizielle Zahlen belegen Bahn-Ergebnisse nicht

Daten des Statistischen Bundesamtes belegen die Aussagen der Bahn zu einem Rückgang der Flugpassagiere nicht. Den offiziellen Angaben nach gab es bei den Ein- und Aussteigern zwischen Berlin und München kaum eine Veränderung. Der Flughafen München kann ebenfalls keinen nennenswerten Rückgang auf der Strecke verzeichnen, wie es auf Nachfrage heißt.

Insgesamt gibt es aktuell ein Flugangebot von insgesamt rund drei Millionen Sitzen pro Jahr zwischen Berlin und München und retour. Die Verbindung zählt damit zu den meistbeflogenen innerdeutschen Strecken. Aktuell haben Lufthansa und Easyjet die Routen bis zu 28 Mal täglich im Programm.

© DB AG, Christian Gloel Lesen Sie auch: Mehr ICE-Sprinter zwischen München und Berlin

Vom Straßenverkehr konnte die Bahn ihrer eigenen Umfrage zufolge ebenfalls Kunden gewinnen. Der PKW- und Busanteil soll von 29 auf 24 Prozent gesunken sein. Das soll rund einer Million Fahrgästen entsprechen.

Von: as, dh
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