Baden-Württemberg fordert Absage Dobrindts zu Schweizer Flugplänen

17.06.2016 - 08:15 0 Kommentare

Der deutsche Südwesten wehrt sich weiter gegen die Flugpläne des Flughafens Zürich. Die entsprechenden Pläne sollten vom Bund abgelehnt werden, forderte jetzt der baden-württembergische Verkehrsminister.

Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur im Land Baden-Württemberg. - © © Bündnis 90-Die Grünen -

Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur im Land Baden-Württemberg. © Bündnis 90-Die Grünen

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hat den Bund aufgefordert, das vom Flughafen Zürich geplante neue Betriebskonzept abzulehnen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) habe Südbaden versprochen, weitere Belastungen von Seiten des Airports zu verhindern, teilte Hermann am Donnerstag mit. "Wenn er nicht wortbrüchig werden will, muss er den Antrag der Schweiz ablehnen."

Der Schweizer Flughafen plane derzeit, auch von Osten und Westen kommende Flüge zunächst gebündelt über Südbaden zu führen, heißt es beim Ministerium. Mit der Umsetzung dieses neuen Ostanflugkonzepts würden jährlich 2000 bis 10.000 zusätzliche Anflüge über Südbaden geführt, bevor die Flugzeuge auf der Ost-West-Piste landeten. "Das würde deutlich mehr Fluglärm nach Südbaden bringen", teilte Hermann mit. Der Airport Zürich hatte diese Kritik mehrfach zurückgewiesen.

© dpa, Patrick Seeger Lesen Sie auch: Schweizer Fluglärm über Süddeutschland

Derzeit liege der Schweizer Antrag für das Konzept beim deutschen Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF), teilte das Stuttgarter Ministerium mit. Die Behörde habe dem deutschen Fluglärm-Beirat für den Flughafen Zürich bereits eröffnet, dass sie dem Bundesverkehrsministerium vorschlagen werde, dem Antrag stattzugeben.

Von: gk, dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Eine Maschine der Lufthansa setzt über Flörsheim zum Landeanflug auf den Frankfurter Flughafen an. Hessen: Fluglärmgeplagte Kommunen bekommen weitere Zuschüsse vom Land

    Hessen unterstützt Kommunen im Frankfurter Umfeld, die besonders stark von Fluglärm belastet sind, bis 2021 mit zusätzlich 4,53 Millionen Euro jährlich. Das hat der Landtag in Wiesbaden beschlossen. Die insgesamt 22,6 Millionen Euro stammen aus den Dividendeneinnahmen des Landes aus seinen Aktienanteilen an der Fraport AG.

    Vom 15.12.2017
  • Der Hamburger Flughafen hat 2015 rund 15,6 Millionen Passagiere abgefertigt. Hamburg: Nachtflugverbot wird nicht ausgeweitet

    Die Wirtschaftsbehörde spricht sich gegen einen Vorschlag der Fluglärmschutzkommission aus, wonach das geltende Nachtflugverbot am Airport Hamburg um eine halbe Stunde ausgeweitet werden sollte. Flughafenchef Eggenschwiller hatte die Idee zuvor deutlich kritisiert.

    Vom 05.12.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus