Deutsche Azur Air wächst vorerst nicht

08.03.2018 - 17:01 0 Kommentare

Der neue Ferienflieger Azur Air Germany bekommt im Frühjahr zwei Mittelstreckenjets, gibt aber auch zwei Maschinen ab. Für weiteres Wachstum wartet der Carrier auf Bedarf beim Veranstalter Anex Tour.

Eine Boeing 767 von Azur Air. - © © AirTeamImages.com - Paul Buchroeder

Eine Boeing 767 von Azur Air. © AirTeamImages.com /Paul Buchroeder

Bis zum Mai bekommt Azur Air Germany zwei Flugzeuge vom Typ Boeing 737-900ER. Die beiden Mittelstreckenjets bringen aber vorerst kein Wachstum für den Ferienflieger: Im Gegenzug gibt er nämlich zwei seiner drei Großraumflugzeuge vom Typ Boeing 767 ab. Dies sagte Cengiz Armutlu, als Accountable Manager für das operative Geschäft von Azur Air zuständig, auf der ITB.

Eine 767 ist bereits seit Januar im Wet-Lease bei der Schwester-Airline Azur Air Ukraine beschäftigt und soll dort vorerst auch bleiben, berichtete Armutlu im Gespräch mit airliners.de. Eine weitere wird voraussichtlich im Mai im Tausch gegen eine der 737 in die Ukraine verschoben und umregistriert.

Zwei 737-900ER für Azur Air

Die erste Boeing 737-900ER soll den Angaben nach noch im März nach Deutschland überführt werden, Ende April könnte sie bei Azur Air in Betrieb gehen. Die verlängerte Version der 737-800 wird damit erstmals in Deutschland registriert. Sie wird bei Azur Air mit 215 Sitzen ausgestattet. Die erste Maschine kommt von der indonesischen Fluggesellschaft Lion Air, die zweite voraussichtlich im Mai von Azur Air Ukraine.

Unterm Strich bleibt es damit bei drei Jets, die Azur Air in Deutschland betreibt. "In diesem Jahr halten wir die Flottengröße konstant", erklärte Armutlu. "Nächstes Jahr werden wir schauen, ob wir noch ein zusätzliches Flugzeug in die Flotte bringen - je nach Bedarf."

Den Bedarf bestimmt vor allem der Reiseveranstalter Anex Tour, für den Azur Air als Charterflieger gegründet wurde. "Wir fliegen das komplette Programm von Anex Tour", sagte Armutlu. "Nur die eine oder andere Strecke, die kein ganzes Flugzeug füllt, wird von Anex Tours bei anderen Airlines gebucht."

Cengiz Armutlu von Azur Air im Gespräch mit airliners.de. Foto: © airliners.de

Eigentlich sind Anex Tour und Azur Air in Deutschland mit weit großen Plänen an den Start gegangen: In diesem Jahr sollten bereits sieben Maschinen in Betrieb sein, davon vier Langstrecken-Jets. Diese Ziele konnten nicht erreicht werden. "Wir werden dann weiter wachsen, wenn wir sehen, dass Anex Tour mehr Marktanteile bekommt", sagte Azur-Air-Manager Armutlu nun.

Die derzeitige Größe soll aber nur das Anfangsstadium der Airline sein, betont der Airliner. "Auf diesem Niveau können wir stabil operieren, aber wir müssen auf jeden Fall wachsen. Nur mit drei Flugzeugen zu fliegen, ist auf Dauer nicht wirtschaftlich."

Im Sommer keine Langstrecken

Im Sommer wird Azur Air vier Ziele rund ums Mittelmeer anfliegen - Mallorca, Antalya, Enfidha und Hurghada. Gestartet wird vor allem in Düsseldorf, von Berlin-Schönefeld, Hannover und München auch nach Antalya.

Die Langstrecken nach Punta Cana und Varadero sind dagegen nur noch bis zum 7. April im Angebot. "Ob wir sie im Winter wieder aufnehmen, ist abhängig von der Nachfrage bei Anex", betonte Armutlu. "Wir sind da flexibel - wir können auch schnell Flugzeuge wieder einflotten, entweder von unseren Schwestern oder von Leasing-Gesellschaften."

Von: pra
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