Azur Air fliegt nur noch mit zwei Jets

12.07.2018 - 10:13 0 Kommentare

Der Ferienflieger Azur Air Germany hat seine Flotte von drei auf zwei Maschinen reduziert. Sein Hauptauftraggeber Anex Tour setzt künftig auch andere Airlines ein.

Eine Boeing 737-900ER von Azur Air Germany. - © © Oleksiy Naumov -

Eine Boeing 737-900ER von Azur Air Germany. © Oleksiy Naumov

Bei Azur Air Germany ändert sich erneut die Flottenplanung: Statt wie angekündigt mit drei Flugzeugen ist der neue Ferienflieger im Sommer nur mit zwei Maschinen unterwegs. Dies bestätigte eine Sprecherin gegenüber airliners.de.

Wie es in der nächsten Saison weitergeht, steht derzeit noch nicht fest: "Für den Winterflugplan gibt es verschiedene Varianten, die wir derzeit noch diskutieren."

Nur eine Boeing 737-900ER

Die 2017 gestartet Airline sollte in diesem Sommer zwei Mittelstreckenjets vom Typ Boeing 737-900ER bekommen. Tatsächlich wurde aber nur eine eingeflottet, die andere bleibt vorerst bei der ukrainischen Schwestergesellschaft.

Darüber hinaus hat Azur Air Germany nur noch eine Boeing 767-300ER. Zwei der Langstreckenmaschinen sind ebenfalls in die Ukraine abgegeben worden.

Azur Air

Azur Air Germany hat Schwestergesellschaften in Russland und der Ukraine. Sie gehört wie der Reiseveranstalter Anex Tour den Eigentümern der türkischen Anex Tourism Group. Die Flotte umfasst derzeit eine Boeing 737-900ER (D-AZUG) und eine Boeing 767-300ER (D-AZUC). Eine weitere 767 (D-AZUA) ist für die Azur Air Ukraine im Wet-Lease im Einsatz.

Derzeit keine Langstrecken

Der Winterflugplan soll voraussichtlich Ende Juli feststehen. Dann präsentiert auch der Reiseveranstalter Anex Tour sein Programm, für den Azur Air Germany als Bedarfsflieger gegründet wurde. Unter anderem ist noch offen, ob die Airline wieder Langstreckenflüge aufnimmt. Im vergangenen Winter war sie in die Dominikanische Republik geflogen.

Anex Tour werde im Winter Langstreckenziele anbieten, aber künftig auch mit anderen Partnern fliegen, erklärte die Sprecherin. Ursprünglich war der Reiseveranstalter mit dem Versprechen angetreten, Pauschalreisen "aus einer Hand" anzubieten - dazu gehörte auch der weitgehende Verzicht auf Drittcarrier.

Große Expansionspläne zu Beginn

Die ehrgeizigen Wachstumspläne für Azur Air Germany wurden bereits mehrmals revidiert. Ursprünglich sollte im Sommer 2017 mit drei 767-Maschinen gestartet werden, für 2018 waren bis zu sieben Jets anvisiert.

Doch schon der Start verlief holprig, und im Frühjahr kündigte Accountable Manager Cengiz Armutlu an, es bleibe vorerst bei drei Jets. "Wir werden dann weiter wachsen, wenn wir sehen, dass Anex Tour mehr Marktanteile bekommt."

Von: pra
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