SkyTender-Getränketrolley im Einsatz
© SkyMax
SkyTender-Getränketrolley im Einsatz auf der Aircraft Interiors Expo 2012
© airliners.de - Oliver Pritzkow
Der vollautomatische Getränkezapf-Trolley „SkyTender“ ist serienreif. Man habe alle für die Luftfahrtzertifizierung notwendigen Dokumentationen bereitgestellt, sagte SkyMax-Geschäftsführer Oliver Kloth auf der Aircraft Interiors Expo (AIX) in Hamburg gegenüber airliners.de. Kloth rechnet mit der Zulassung noch in diesem Jahr.
Die von Air-Eltec Luftfahrttechnik entwickelte und von SkyMax vertriebene Innovation soll den Getränkeservice auf Kurz- und Mittelstrecken optimieren und gleichzeitig Gewicht einsparen helfen. SkyMax hatte bereits auf der AIX 2011 einen Vorserien-Prototypen präsentiert und nach zahlreichen Kundengespräche weitere Verbesserungen am System vorgenommen.
Auf der diesjährigen AIX wurde nun erstmals ein seriennahes, voll funktionsfähiges Modell präsentiert:
Aus dem Trolley lässt sich eine Schankanlage ausfahren, die im Service von zwei Seiten aus gleichzeitig bedient werden kann. Auf Knopfdruck lassen sich damit Kalt- sowie Heißgetränken zapfen. Möglich wird das durch spezielle Membranpumpen, die gekühltes oder heißes Wasser mit verschiedenen Sirup-Sorten vermischt in Sekundenschnelle in Becher abfüllen.
Der Getränke-Trolley basiert auf einem Standard-Fullsize-Servierwagen im ATLAS-Format. Das „SkyTender“-Innenleben unterscheidet sich allerdings enorm von einem mit Getränkedosen und Flaschen bestückten herkömmlichen Getränkeservice-Trolley.
Während diese vollbestückt weit über 100 Klilogramm wiegen, bringe der automatische Getränketrolley im vollen Zustand rund 25 Prozent Gewichteinsparung ins Flugzeug, verspricht SkyMax. 30 Liter Wasser und zehn Sirupbehälter würden für bis zu 220 Getränke à 180ml reichen.
Die drei Wasserbehälter im Trolley isolieren wahlweise kaltes oder heißes Wasser bis zu sieben Stunden lang und werden vor dem Flug befüllt. Dadurch könnten an Bord auch die Nutzung von Wasserkochern und Kaffeemaschinen entfallen, so SkyMax.
Darüber hinaus beschleunige sich der Serviceablauf auch durch die einfachere Bedienbarkeit im Vergleich zum Flaschenhandling. Gleichzeitig reduziere sich zudem der Aufwand entlang der kompletten Getränke-Logistikkette, angefangen vom Einkauf bis hin zur Abfallentsorgung.
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