Austrian denkt über kleinere Widebodies nach

22.05.2019 - 11:05 0 Kommentare

Austrian will seit längerem ihre alternde Langstreckenflotte erneuern. Vorstellbar sind dabei kleinere Widebodies aus einer Bestellung der Konzernmutter. Noch fehlt der österreichischen Lufthansa-Tochter allerdings das Geld.

Eine Illustration der Boeing 787 in Austrian Airlines Livery.  - © © Lufthansa Group -

Eine Illustration der Boeing 787 in Austrian Airlines Livery. © Lufthansa Group

Bei Austrian laufen seit einiger Zeit Planungen, die in die Jahre gekommene Langstreckenflotte zu erneuern. Austrian-Finanzchef Wolfgang Jani schloss jetzt gegenüber "ATW Online" die Anschaffung ganz großer Langstreckenflieger aus. Es werde sicher keine Boeing 777X, da diese "einfach zu groß für uns sind", so der Manager.

Es sei zunächst einmal das Ziel, die Boeing 767 mit neuen Widebodies zu ersetzen, sagte ein Austrian-Sprecher auf Anfrage von airliners.de und präzierte, dass es derzeit Überlegungen gebe, die Maschinen durch Boeing 787 "Dreamliner" oder Airbus A350 aus dem Pool einer Lufthansa-Bestellung zu ersetzen.

Profitabilität ist Voraussetzung für neue Flugezuge

Lufthansa hatte Mitte März 20 Boeing 787 bestellt und eine Illustration der Maschinen in den Liveries von Austrian, Swiss und Lufthansa präsentiert. Es sei allerdings noch keine finale Entscheidung getroffen, so der Sprecher. Einen genauen Zeitplan gebe es aber noch nicht. 2023 könnte ein guter Zeitpunkt zu sein, sagte der Sprecher. Es gebe aber eine Voraussetzung. Austrian müsse profitabel sein.

In der Lufthansa-Gruppe gilt Austrian als Sorgenkind. So äußerte sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr vor rund einem Jahr anlässlich des 60. Jubiläums des österreichischen Carriers zu den Zukunftsausichten: "Wir entscheiden dann über die Zukunft der Langstreckenflotte der AUA, wenn wir uns sicher sind, dass sich die AUA eine solche Investition leisten kann", sagte Spohr.

© Austrian Airlines, Michèle Pauty Lesen Sie auch: Austrian baut Flotte und Flugplan um

Laut Ex-Austrian-Chef Kay Kratky müsste die Fluggesellschaft mindestens 150 Millionen Euro Gewinn einfliegen, damit die Airline über neue Langstreckenflugzeuge nachdenken könne. Davon ist Austrian aktuell aber noch weit entfernt. Im vergangenen Jahr sank der erwirtschaftete bereinigte Betriebsgewinn (Ebit) auf 83 Millionen Euro, nach 93 Millionen Euro im Jahr 2017.

Austrian betreibt aktuell zwölf Flugzeuge des Typs Boeing 767 und Boeing 777 auf der Langstrecke. Diese haben laut CH-Aviation ein Durchschnittsalter von fast 22 Jahren.

Von: br
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