Kurz & kompakt

Ryanair verschärft Handgepäck-Regeln und Austrian führt Premium-Eco ein

09.09.2017 - 08:00 0 Kommentare

Billigflieger Ryanair reagiert auf die mit Handgepäck überfüllten Kabinen ihrer Flieger und Austrian Airlines erweitert das Produkt-Portfolio auf Langstreckenflügen. Die Randnotizen der Woche.

Kabine einer Ryanair-Maschine. - © © AirTeamImages.com - Rui Alves

Kabine einer Ryanair-Maschine. © AirTeamImages.com /Rui Alves

Fluggesellschaften

Bei Ryanair können ab November nur noch Gäste mit "Priority Boarding" ein normal großes Handgepäckstück mit an Bord nehmen. Alle anderen müssen größeres Handgepäck kostenlos am Gate aufgegeben. Lediglich ein kleines Gepäckstück (35 mal 20 mal 20 Zentimeter) darf weiterhin mit an Bord genommen werden.

Die Piloten von Air France/KLM streiken vom 9. September (Samstag) an für vier Tage. Die Airline rechnet aber nicht mit großen Einschränkungen, da die Gewerkschaft, die den Streik organisiert, lediglich 20 Prozent der Piloten vertritt.

Cargolux fliegt ab Oktober nach Douala (Kamerun) und Lubumbashi (Kongo). Letzteres fungiert laut Mitteilung als Drehscheibe für die Region. Die luxemburgische Frachtfluggesellschaft bietet von dort aus Cargo-Flüge zu anderen afrikanischen Zielen an.

Austrian-CCO Andreas Otto präsentiert die neue Premium-Economy-Klasse bei einem Pressetermin. Rechtzeitig zum neuen Sommerflugplan soll die komplette Langstreckenflotte der Lufthansa-Tochter umgebaut sein.Foto: © Austrian Airlines

Austrian Airlines hat zudem ihr "AiRail"-Programm um eine Strecke erweitert: Täglich dreimal wird eine Zugverbindung zwischen den Flughäfen Salzburg und Wien angeboten, heißt es in einer Mitteilung. Die Frequenz der bestehenden innerösterreichischen Flugverbindungen wird nicht verringert.

Im Streit um verbotene Preisabsprachen hat sich die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben auch mit Singapore Airlines und Qantas auf Schadenersatz geeinigt. Damit hat der Konzern bislang insgesamt mehr als 100 Millionen Dollar Schadenersatz von verschiedenen Mitgliedern des Luftfrachtkartells eingenommen.

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Flughäfen

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat erneut den Flugplatz Mannheim als unsichersten in ganz Deutschland kritisiert. Dies geht aus dem neuen "Flughafencheck" der Gewerkschaft hervor. Unter anderem fehle nach wie vor die von der Icao empfohlene größere Auslaufzone am Ende der Landebahn.

Aufgrund von Bauarbeiten ist auf einer der Pisten des Flughafens Hamburg zwei Wochen lang kein Verkehr möglich. Wie der Airport mitteilt, wird die Start- und Landebahn 15/33 (Norderstedt/Alsterdorf) seit dieser Woche bis zum 20. September gesperrt. Der Verkehr wird über die Bahn 05/23 (Niendorf/Langenhorn) abgewickelt.

Piste 15/33 ist die in nord/südlicher Richtung verlaufende Bahn. Foto: © Screenshot Google Maps

Hunderte Koffer blieben liegen, da am vergangenen Wochenende die Gepäcksortieranlage am Flughafen Düsseldorf ausgefallen war. An den Schaltern konnten laut Flughafen kein Gepäck mehr aufgegeben werden. Einige Maschinen starteten ohne Gepäck, da die Airlines die vorgesehenen Slots einhalten wollten.

Die Berliner CDU-Chefin Monika Grütters hat sich für einen Weiterbetrieb des Flughafens Tegel ausgesprochen. "Der BER ist zu klein geplant", sagte Grütters in einem Interview. Die Berliner CDU hatte jüngst ihre Position zur Tegel-Frage relativiert.

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Personalien

Arena Freitag ist nun wie angekündigt Chefin des Flughafens Stuttgart. Die ehemalige Bahnmanagerin trat am 1. September die Nachfolge von Georg Fundel an, der aus Altersgründen Ende April ausgeschieden war. Freitag leitete von 2006 bis 2011 das Controlling bei Fraport.Foto: © Flughafen Stuttgart

Harald Schömig leitet ab sofort den Bereich Internal Audit beim Zulieferer FACC und ist damit für das Risikomanagement zuständig. Er war vorher 20 Jahre lang bei Koenig & Bauer in diversen Führungsfunktionen tätig. Foto: © FACC

Derik Zusann berät als Vice President Legal die Geschäftsführung des Zulieferers FACC und alle anderen Arbeitsbereiche in Rechtsfragen. Zusann war bislang als Rechtsanwalt bei internationalen Anwaltskanzleien in Deutschland, Spanien und Malaysia tätig. Foto: © FACC

Benjamin Lechaud ist neuer Commercial Director Deutschland von Air-France/KLM. Damit verantwortet er alle Vertriebsaktivitäten der Gruppe in Deutschland. Lechaud folgt auf Olaf Stokman, der in die Konzernzentrale nach Amsterdam wechselte. Foto: Air France/KLM

Frank Mühlenkamp verstärkt ab sofort als Director Operations die Jettainer GmbH. Beim Ladespezialisten verantwortet er laut Mitteilung die Steuerung und Wartung der Container und Paletten weltweit. Die Lufthansa-Cargo-Tochter Jettainer ist für 24 Fluggesellschaften im Einsatz sind. Foto: © Jettainer GmbH

Industrie & Technik

Airbus setzt in seiner neuen "Airspace"-Kabine der A320-Familie auf FACC: Der Luftfahrtzulieferer hat nach eigenen Angaben einen Vertrag über die Lieferung der Gepäckablagen und Deckenpaneelen in Höhe von über 500 Millionen Euro unterschrieben. Die erste Auslieferung ist für Ende 2018 geplant.

Die "Airspace XL Bins" sollen Platz für acht, statt bisher fünf Gepäckstücke bieten. Foto: © Animation FACC

Der US-Technologiekonzern United Technologies (UTC), Mutter von Pratt & Whitney, will für 20 Milliarden Dollar (rund 25 Milliarden Euro) den Luftfahrtausrüster Rockwell Collins übernehmen. Hintergrund der Großfusion ist der anhaltende Boom bei den Bestellungen für Verkehrsflugzeuge.

Airbus hat einen Großauftrag für seinen Maschinentyp A350 XWB von United Airlines erhalten. Die Airbus-Langstreckenjets sollen ältere Flugzeuge ersetzen, teilten die Unternehmen mit. Dabei wird ein ursprünglicher Auftrag in 45 Maschinen des Typs A350-900 umgewandelt. Der Listenpreis der Bestellung ändert sich von 12,6 auf 14 Milliarden Dollar.

Forschung & Entwicklung

Die Münchner Firma Lilium will ein fünfsitziges Elektroflugzeug entwickeln. Dafür hat das Unternehmen nun 90 Millionen Dollar (umgerechnet rund 75 Millionen Euro) bei Investoren eingesammelt. Unter den Geldgebern ist unter anderem der chinesische Internet-Konzern Tencent.

Foto: © Lililum

Pünktlich zum bundesweiten Ausbildungsstart am 1. September haben bei Lufthansa Technik 151 neue Auszubildende die Arbeit aufgenommen. Laut Mitteilung des Unternehmens haben sie die Wahl unter 15 Berufen beziehungsweise Studiengängen. Mehr zu Ausbildungen an deutschen Airports lesen Sie hier.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat ein neues Institut in Jena eröffnet. Dort sollen heterogene Datensätze gespeichert und analysiert werden, heißt es in einer Mitteilung. Das neue Institut soll sich konkret mit den Anforderungen der Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge beschäftigen.

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Von: airliners.de, dpa
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