Rundschau

Austrian-Leasing und Airport-Streik

06.02.2019 - 18:00 0 Kommentare

Austrian mietet Maschinen bei Adria Airways und Verdi bestreikt erneut zwei deutsche Flughäfen. Unsere Übersicht mit allen Kurzmeldungen und der Presseschau des Tages.

Rumpf einer Bombardier CRJ900 der Adria Airways - © © AirTeamImages.com - D. Roschlau

Rumpf einer Bombardier CRJ900 der Adria Airways © AirTeamImages.com /D. Roschlau

Immer abends gibt es auf airliners.de die kompakte Rundschau mit den Randnotizen und dem Pressespiegel des Tages.

Die Kurzmeldungen des Tages

Austrian wird im Sommer zwei Bombardier CRJ900 der Adria Airways leasen. Das Leasing laufe von Ende März bis Oktober, teilten die Österreicher mit. Einsetzen will die Kranich-Tochter die Maschinen auf Kurzstrecken mit dem Ziel, den Verkehr stabil zu halten.

Die Chefs der deutschen Luftverkehrswirtschaft haben zusammen das Jubiläum "100 Jahre zivile Luftfahrt in Deutschland" gefeiert. Wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) mitteilte, fanden die Feierlichkeiten in Frankfurt statt. Genau vor 100 Jahren begründete die Deutsche Luft-Reederei den ersten regelmäßigen Post- und Passagierverkehr auf der Strecke Berlin-Weimar. Foto: © BDL

Verdi hat die Mitarbeiter der Bodenabfertigung an den Flughäfen Düsseldorf und Hannover am Donnerstag zu Warnstreiks von drei bis elf Uhr aufgerufen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem ein Weihnachts- und Urlaubsgeld sowie eine bessere Bezahlung der Nacht-, Schicht-, und Feiertagsarbeit. Verhandlungsführer Peter Büddicker kritisierte, die Arbeitgeberseite habe bisher kein Angebot vorgelegt.

Die Bundesregierung plant derzeit keine Rettung der insolventen Germania und auch kein Eingreifen zugunsten der betroffenen Passagiere. Es handele sich bei der Pleite um "einen Anwendungsfall von Marktwirtschaft", sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Weiterlesen

Swiss hat ihren Check-In-Bereich im Terminal 1 am Flughafen Zürich modernisiert. Laut Mitteilung kommen an den Schaltern "helles Eichenholz und atmosphärische Lampen" zum Einsatz. Auch die Lounge für First-Class- und Statuskunden ist im Zuge der millionenschweren Umbauarbeiten modernisiert worden.

Ein neuer Check-In-Schalter von Swiss in Zürich. Foto: © Swiss

Telekom wird auch die kommenden drei Jahre über 60 Lufthansa-Lounges an mehr als 20 Flughäfen mit W-LAN-Hot-Spots ausstatten. Wie ein Airline-Sprecher sagte, sehe der Kontrakt darüber hinaus spezifische Marketingkooperation vor, wodurch Telekom in den Lounges bestimmte Werbeflächen bespielen dürfe. Die Telekom ist seit 2007 Technologie-Partner des Kranich-Konzerns.

Der kanadische Flugzeugbauer Bombardier hat mit der CRJ550 ein neues Flugzeug-Modell vorgestellt. Laut Unternehmensmeldung basiert die Maschine auf der CRJ700, bietet jedoch nur 50 Passagieren Platz - statt 70. Erstkundin ist die US-Airline United Airlines.

Passagiere auf Lufthansa-Flügen zwischen Miami und München können ab sofort per Gesichtserkennung boarden. Statt der Bordkarte werde ein Foto des Passagiers gemacht und mit einer Datenbank abgeglichen, teilte der Airport in Florida mit.

Der Flughafen in Salzburg wird saniert und daher einen Monat lang komplett gesperrt. Betroffen ist laut Tourismus Salzburg der Zeitraum vom 24. April bis 28. Mai. Anreisen via Flugzeug könnten in dieser Zeit von den Flughäfen Wien, Linz und München aus erfolgen.

Am schweizerisch-französischen Euroairport zwischen Basel und Mühlhausen haben unerwartete Arbeitsniederlegungen von Fluglotsen zu insgesamt 37 Ausfällen geführt. Am Mittwochmorgen wurden unter anderem Flüge nach München und Hamburg annulliert, wie eine Flughafensprecherin sagte. Der Betrieb soll sich im Verlauf des Tags normalisieren.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat einen Kooperationsvertrag mit der Internationalen Hochschule in Bad Honnef (IUBH) geschlossen. Laut Mitteilung wird DFS-Mitarbeitern dadurch einen Nachlass auf die Studiengebühren an der privaten Hochschule gewährt. Damit sollen Fluglotsen zum berufsbegleitenden Studium bewegt werden.

Das schreiben die Anderen

Der Bund hat Germania keinen Übergangskredit bis zum Sommer spendiert - anders als bei Air Berlin vor zwei Jahren. Das sei die richtige Entscheidung, kommentiert die "Rheinische Post". Es sei nicht die Aufgabe des Steuerzahlers, für Management-Fehler gerade zu stehen.

Auch die "Berliner Morgenpost" kommentiert die Insolvenz der Germania: Diese wird nicht die letzte auf absehbare Zeit in der Airline-Welt gewesen sein. Denn die Billigflieger hätten einen harten Preiskampf unter den Carriern entfacht.

Andersherum ist die Pleite der Germania gerade für kleinere Flughäfen in Deutschland ein weiteres einschneidendes Ereignis, sagt die "Süddeutsche Zeitung". Besonders bitter ist das Ende für die Flughäfen Bremen, Münster/Osnabrück, Dresden und Erfurt.

Amerikanische und chinesische Konzerne hängen Europas Wirtschaft in wichtigen Zukunftsfeldern ab. Die Politik will den Unternehmen helfen und nach dem Vorbild von Airbus europäische Champions ermöglichen, konstatiert "Der Spiegel" (Paywall).

Wenn auch Sie einen spannenden Lesetipp für unsere tägliche Presseschau haben, mailen Sie uns: feedback@airliners.de

Von: airliners.de
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