Austrian baut Flotte und Flugplan um

17.01.2019 - 13:38 0 Kommentare

Austrian Airlines legt das Strategieprogramm "#DriveTo25" auf: Das Drehkreuz Wien wird ausgebaut und der Verkehr von dezentralen Flughäfen nach Deutschland neu geordnet. Zusätzlich baut die Lufthansa-Tochter für 200 Millionen Euro die Flotte um.

Flugzeuge von Austrian in Wien. - © © Austrian Airlines - Michèle Pauty

Flugzeuge von Austrian in Wien. © Austrian Airlines /Michèle Pauty

Unter dem Titel "#DriveTo25" plant Austrian Airlines einen Umbau von Flotte und Flugplan. So sollen in einem ersten Schritt die 18 Dash-Flugzeuge "bis spätestens 2021" ausgeflottet und durch zehn A320-Mittelstreckenjets ersetzt werden. Dies soll "auch Komplexität aus der Flottenstruktur nehmen, da man sich den Betrieb und die Wartung eines Flugzeugmusters sparen wird", begründet die Lufthansa-Tochter den über 200 Millionen Euro teuren Schritt.

Wohin die Turbopropmaschinen wechseln, ist nicht bekannt. Nach 2021 operieren im Kranich-Konzern lediglich noch bei der ehemaligen Air-Berlin-Tochter LGW für Eurowings die Turbopropflugzeuge.

Für das Netz und die Kunden würde die Umstrukturierung der Flotte keine Einschränkungen bedeuten. Denn die Strecken, auf denen bislang Turboprops unterwegs waren, würden auf Embraer-Flugzeuge "hochgetauscht"; jene Verbindungen, auf denen bislang die Embraers eingesetzt wurden, sollten fortan von Airbus-Jets geflogen werden.

Stärkerer Fokus auf Wien

Allerdings ergeben sich mit "#DriveTo25" an anderer Stelle deutliche Veränderungen im Flugplan. Zum einen bringe die Umstellung der gesamten Kurz- und Mittelstreckenflotte auf Airbus- und Embraer-Jets einen Ausbau am Heimatflughafen Wien von "über zehn Prozent", so der Carrier. Zum anderen wird die Airline ihre Crew-Basen in Altenrhein, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Linz und Salzburg aufgeben. Die gut 200 Mitarbeiter sollen nach Wien wechseln können.

Das ist gleichzeitig auch als Kampfansage im schärfer werdenden Wettbewerb in Wien zu verstehen - wir sind bereit, noch weitere Schritte zu gehen, um unser Drehkreuz zu verteidigen.

Alexis von Hoensbroech, CEO von Austrian Airlines

Denn nach dem Marktaustritt von Air Berlin und Nicki sieht sich Austrian in Wien einem immer stärker werdenden Wettbewerb konfrontiert. So hat der Anteil der Low-Cost-Carrier am Flughafen erheblich zugenommen - wie auch vom Airport-Management gewünscht.

Weniger Flüge zwischen Deutschland und Österreich

Mit "#DriveTo25" wird auch der Verkehr zwischen deutschen Airports und österreichischen Standorten im Lufthansa-Konzern neugeordnet. Denn beispielsweise für Lufthansa Classic sei es "wesentlich einfacher, aus ihrem (zentralen) Frankfurter Drehkreuz herauszufliegen, als umgekehrt". Flüge zwischen Wien und den Bundesländerflughäfen seien davon erstmal unberührt.

Dabei gehe es um Strecken wie Salzburg-Frankfurt oder Linz-Düsseldorf. Diese Routen erfreuten sich zwar "guter Nachfrage, produzieren gleichzeitig aber eine hohe Komplexität", weil die Flugzeuge aufgrund der Umläufe für die Crews, aber auch durch die technische Wartung nicht produktiv eingesetzt werden könnten.

Wartung

Nicht nur mit einer einheitlichen Airbus-Flotte auf der Kurz- und Mittelstrecke will Austrian den Wartungsbereich entlasten. Derzeit ist die Fluglinie auch stark im Drittgeschäft bei der Wartung von Maschinen fremder Airlines aktiv. Im Zuge des Programms "#DriveTo25" solle der Anteil "reduziert" werden - einen Zielwert nannte die Airline nicht.

Von: cs
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