Australien überprüft mögliche MH370-Trümmer im Indischen Ozean

20.03.2014 - 15:52 0 Kommentare

Es gibt erstmals Hinweise auf MH370-Wrackteile im Indischen Ozean: Satellitenbilder zeigen Objekte südwestlich von Australien, die zur vermissten Boeing gehören könnten. Flugzeuge konnten die Teile bis zum Abend nicht finden.

Die Satellitenbilder von Objekten im Indischen Ozean, veröffentlicht von der Australischen AMSA.

Die Satellitenbilder von Objekten im Indischen Ozean, veröffentlicht von der Australischen AMSA.
© AMSA

Nahe dieses Suchabschnitts südwestlich von Australien wurden Objekte auf Satellitenbildern gefunden.

Nahe dieses Suchabschnitts südwestlich von Australien wurden Objekte auf Satellitenbildern gefunden.
© AMSA

MH-370-Suche per Flugzeug über dem Indischen Ozean vor Australien.

MH-370-Suche per Flugzeug über dem Indischen Ozean vor Australien.
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MH-370-Suche per Flugzeug über dem Indischen Ozean vor Australien.

MH-370-Suche per Flugzeug über dem Indischen Ozean vor Australien.
© AMSA

MH-370-Suche per Flugzeug über dem Indischen Ozean vor Australien..

MH-370-Suche per Flugzeug über dem Indischen Ozean vor Australien..
© AMSA

Bei der Suche nach dem vor knapp zwei Wochen verschwundenen Malaysia-Airlines-Flugzeug gibt es möglicherweise eine heiße Spur. Experten entdeckten auf Satellitenbildern mögliche Wrackteile der verschollenen Boeing im Indischen Ozean südwestlich von Australien.

Das größte gesichtete Trümmerteil messe 24 Meter, erklärte John Young von der australischen maritimen Aufsichtsbehörde AMSA. Daneben sei ein weiteres, kleineres Teil gesichtet worden. Die Bilder der Objekte lassen keine genauen Konturen erkennen. Laut Bildbeschreibung wurden sie am 16. März aufgenommen. Die AMSA koordiniert die Suche nach dem verschwundenen Flugzeug im Indischen Ozean und gab die Details über die Satellitenaufnahmen heute in einer Pressekonferenz bekannt:

Australien schickte am Donnerstag umgehend Aufklärungsflugzeug in das rund 2500 Kilometer südwestlich von Perth gelegene Gebiet, das sich den Angaben nach in der Nähe des vordefinierten Suchgebiets befindet. Bis zum Abend war die Suche in einem rund 23.000 Quadratkilometer großem Suchgebiet aber erfolglos.

Drei Flugzeuge der australischen Royal Australia Air Force und jeweils ein Flugzeug der US Navy sowie der Royal New Zealand Air Force waren an der Suche beteiligt, so der australische Krisenstab am Abend. Unter anderem sorgten Regen und Wolken für schlechte Sicht. Da die Flugzeuge sechs Stunden für Hin- und Rückflug brauchen ist die Dauer ihre Suche im Suchgebiet nur sehr begrenzt.

Kurz vor Beginn der Dunkelheit erreichte auch ein norwegischer Frachter das Gebiet, ein weiteres Handelsschiff war auf dem Weg. Die intensive Suche beginne bei Tagesanbruch, teilte die Reederei Høegh mit. Ihr gehört die "St. Petersburg", die mit Autos als Fracht zufällig in der Region unterwegs war. Australiens und Großbritanniens Marine entsandten zwei weitere Schiffe. Sie werden dort allerdings erst in einigen Tagen ankommen.

Nahe dieses Suchabschnitts südwestlich von Australien wurden Objekte auf Satellitenbildern gefunden.

Nahe dieses Suchabschnitts südwestlich von Australien wurden Objekte auf Satellitenbildern gefunden.Foto: © AMSA

«Neue und glaubhafte Informationen sind ans Licht gekommen»

Der australische Premierminister Tony Abbott sprach am Morgen im Parlament von "glaubwürdigen" Informationen, nach denen mittels Satellitentechnik zwei Objekte ausgemacht worden seien, die zu der Flugnummer MH370 gehören könnten. Spezialisten hätten die Satellitenbilder analysiert und «zwei für die Suche relevante mögliche Objekte identifiziert».

© AirTeamImages.comMalaysia Airlines MH-370: Alle Meldungen zum Thema

Die Boeing 777-200 mit 239 Menschen an Bord war am 8. März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking vom Radar verschwunden. Nach Signal- und Datenanalysen sind die malaysischen Ermittler inzwischen überzeugt, dass sie radikal vom Kurs abwich und noch stundenlang weiterflog, entweder in nordwestlicher oder südwestlicher Richtung. Weil keines der Länder auf dem nordwestlichen Bogen Radarsichtungen eines Flugzeugs meldete, konzentrierte sich die Suche auf den südlichen Bogen, der über den Indischen Ozean führt.

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Von: airliners.de mit dpa, AFP
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