Aus für in Themsemündung geplanten Londoner Flughafen

02.09.2014 - 10:31 0 Kommentare

In der Themsemündung vor London wird kein neuer Großflughafen errichtet. Für das bis zu 114 Milliarden Euro teure Projekt kam jetzt das Aus. Es sollen nun machbare und vor allem bezahlbare Lösungen gesucht werden.

Illustration des London Britannia Airports.

Illustration des London Britannia Airports.
© Testrad

Illustration des London Britannia Airports.

Illustration des London Britannia Airports.
© Testrad

Hier sollte der London Britannia Airport in die Themse-Mündung gebaut werden.

Hier sollte der London Britannia Airport in die Themse-Mündung gebaut werden.
© Testrad

Rückschlag für Londons exzentrischen Bürgermeister Boris Johnson: Die hochfliegenden Pläne des konservativen Politikers für einen neuen Großflughafen auf einer Insel in der Themsemündung vor London sind gescheitert. Das Projekt, das bis zu 90 Milliarden Pfund (rund 114 Milliarden Euro) gekostet hätte, werde nicht realisiert, erklärte eine von der Regierung mit der Lösung der Londoner Flughafen-Probleme beauftragte Kommission am Dienstag. Sie soll ein Konzept ausarbeiten, das der britischen Hauptstadt auch im Jahr 2030 noch seinen Status als Luftverkehrs-Drehkreuz garantiert.

Johnson, der als einer der wichtigsten innerparteilichen Widersacher von Premierminister David Cameron gilt, hatte über Jahre seinen Vorschlag an der Themsemündung - häufig als «Boris Island» bezeichnet - propagiert. Die Kommission bezeichnete die Pläne am Dienstag dagegen als unrealistisch. «Wir müssen uns auf Lösungen konzentrieren, die machbar und bezahlbar sind», sagte der Vorsitzende Howard Davies.

Ihre endgültigen Empfehlungen für das weitere Vorgehen soll die Kommission im nächsten Jahr vorlegen. Nachdem sie den neuen Flughafen verworfen hat, warten noch drei andere Szenarien auf eine eingehende Analyse: die Verlängerung einer der beiden Start- und Landebahnen in Heathrow, der Bau einer dritten Bahn sowie die Erweiterung des Flughafens Gatwick von einer auf zwei Start- und Landebahnen. Die politische Entscheidung über die Zukunft des Flugverkehrszentrums London wird erst nach den nächsten Wahlen fallen.

© dpa, Lesen Sie auch: Kommission schlägt Erweiterung für Londoner Flughäfen vor

Von: dpa, AFP
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