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10.08.2012 - 15:47 0 Kommentare

Zahlreiche Meldungen abseits des deutschsprachigen Marktes haben die Redaktion in den letzten Tagen erreicht. So freut sich eine afrikanische Airline auf ihre neue Boeing 787, während eine asiatische Fluglinie ihren neuen Superjet loswerden will.

Europa

British Airways muss auf ihren ersten Airbus A380 wohl länger warten. Wegen der entdeckten Haarrisse im Flügel verschiebt sich die Auslieferung von April 2013 in das dritte Quartal 2013.

IAG, Mutterkonzern von British Airways und Iberia, erwägt einen Einstieg beim bisherigen Oneworld-Partner American Airlines. Der Kauf eines kleinen Teils könne die Zusammenarbeit erweitern und die Mitgliedschaft von American Airlines im Luftfahrt-Bündnis Oneworld festigen, sagte IAG-Chef Willie Walsh der "Financial Times" (Montagausgabe). Der American-Mutterkonzern AMR war im November 2011 in die Insolvenz gegangen, der Flugbetrieb läuft aber unvermindert weiter. Delta vom Konkurrenzbündnis Skyteam prüft ebenfalls ein Angebot für American. US Airways aus der Star Alliance will hingegen mit American fusionieren und anschließend bei Oneworld verbleiben.

Die Virgin Atlantic Group hat im Geschäftsjahr 2011/12 einen operativen Verlust in Höhe von 80,2 Millionen Pfund erwirtschaftet. Im Vorjahr erzielte sie einen operativen Gewinn von 18,5 Millionen Pfund.

British Airways (BA) erweitert ihr Streckennetz und fliegt ab sofort bis zu dreimal täglich von London auf die Isle of Man. Außerdem führt BA die Flüge der übernommenen Bmi zwischen London und Belfast fort und steigert die Frequenz zum Winterflugplan auf bis zu sieben Verbindungen pro Tag. Zum 9. Dezember eröffnet BA eine neue Route in die Grafschaft Yorkshire und steuert dort den Flughafen Leeds/Bradford an.

SAS fliegt wieder mit Gewinn, kämpft aber mit hohen Treibstoffkosten und unsicheren Marktaussichten. Das skandinavische Unternehmen machte einen Nettogewinn von 320 Millionen Kronen (38,4 Mio. Euro) nach einem Verlust von 729 Millionen Kronen in den ersten drei Monaten. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 mit 551 Millionen Kronen Plus sank der Ertrag deutlich. Als wichtigsten Grund nannte SAS die gestiegenen Kosten für Treibstoff. Der Umsatz blieb mit 11,4 Milliarden Kronen im Jahresvergleich fast unverändert.

Ryanair informiert seine Passagiere künftig bei Verspätungen per SMS. Startet der Flieger mindestens 90 Minuten später als geplant, erhalten die Fluggäste eine kostenlose Mitteilung auf ihr Handy. Der Service ist jedoch nicht neu: Andere Airlines, wie zum Beispiel Lufthansa, bieten ihn schon länger an.

Finnair ist im Kampf gegen die roten Zahlen ein Stück weitergekommen. Der Nettoverlust sank im zweiten Quartal um rund 14 Prozent auf 19,8 Millionen Euro. Dies habe unter anderem an einer höheren Auslastung gelegen, sagte Konzernchef Mika Vehviläinen. Die Gesellschaft habe zwischen April und Juni rund 2,2 Millionen Passagiere befördert, das seien etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg gegenüber dem zweiten Quartal 2011 um 10,2 Prozent auf 594,4 Millionen Euro. Bis 2014 will Finnair 140 Millionen Euro Kosten senken, davon 80 Millionen Euro im laufenden Jahr. So hatte das Unternehmen die Bordverpflegung kürzlich an die Lufthansa-Tochter LSG Sky Chefs abgegeben. Auch die Motorenwartung wurde ausgelagert. Um die Flotte zu reduzieren, leaste Finnair mehrere Flugzeuge an andere Gesellschaften.

Die Eastern Group, Mutterkonzern der britischen Regionalfluggesellschaft Eastern Airways, hat eine Kontrollmehrheit am Heimatflughafen Humberside erworben. Die Gruppe kaufte für eine nicht genannte Summe 82,7 Prozent vom vorherigen Eigentümer Manchester Airports Group (MAG).

Asien/Pazifik

Air New Zealand musste annähernd 100 Regionalflüge streichen, nachdem im Heck der Beech-1900-Maschinen Haarrisse entdeckt worden waren. Die Turboprops werden von der Tochter Eagle Air betrieben. Zudem behinderte am Dienstag ein Vulkanausbruch den Inlandsflugverkehr.

Armavia will ihren einzigen Suchoi Superjet 100 loswerden. Die armenische Fluglinie, die auch Erstkunde war, verweigerte die Rücknahme der Maschine nach der Wartung und begründete den Schritt mit der ungenügenden Leistung. Sie hatte auch schon die Auslieferung ihres zweiten SSJ100 geblockt.

Tibet Airlines plant Flüge von Lhasa nach Kathmandu (Nepal). Bislang operiert die junge Fluglinie nur im Westen Chinas. Zudem sollen in einigen Jahren auch Flüge nach Europa angeboten werden.

Tiger Airways Australia will bis Oktober zu alter Größe heranwachsen. Dem australischen Ableger der Tiger Airways (Singapur) war im Juli 2011 wegen Sicherheitsmängeln die Lizenz vorübergehend entzogen worden.

Xiamen Airlines will bei Boeing 40 Flugzeuge vom Typ 737-800 bestellen. Die Tochter der China Southern Airlines will damit der wachsenden Nachfrage entsprechen und plant neue Routen innerhalb Chinas sowie der Asien-Pazifik-Region. Derzeit verfügt Xiamen Airlines über sechs Boeing 757 und 77 Boeing 737 Next Generation. Bis 2020 soll die Flotte auf 200 Flugzeuge anwachsen.

Malaysia Airlines hat ihre 75. Boeing 737, eine 737-800, beim Hersteller in Seattle abgeholt. Die malaysische Fluggesellschaft hatte 1972 ihre erste Boeing 737 erhalten.

Das Leasingunternehmen Aviation Plc aus Singapur hat die erste von neun bestellten ATR72-600 erhalten. Die Turboprops kommen bei den australischen Fluglinien Skywest Airlines und Virgin Australia zum Einsatz. Derzeit hat Aviation Plc bei den Unternehmen sechs ATR72-500 im Einsatz.

Der Abschwung im Frachtgeschäft hat Cathay Pacific überraschend tief in die roten Zahlen gerissen. Im ersten Halbjahr erlitt der Branchenriese aus Hongkong einen Verlust von 935 Millionen Hongkong-Dollar (97 Mio. Euro) – nach einem Gewinn von 2,8 Milliarden Hongkong-Dollar ein Jahr zuvor. Auch die Beteiligungen, etwa an der Fluggesellschaft Air China, lieferten Verluste ab. Ihren Umsatz konnte Cathay Pacific dank des wachsenden Passagiergeschäfts im ersten Halbjahr um gut vier Prozent auf 48,9 Milliarden Hongkong-Dollar steigern. Die Frachtmengen gingen allerdings um zehn Prozent zurück.

GoAir und Lufthansa Technik haben einen Zehn-Jahres-Vertrag über eine Komponentenversorgung unterzeichnet. Die ab sofort geltende Vereinbarung betrifft die 20 Airbus A320 und künftig auch die 72 Airbus A320neo.

Air Asia X will von ILFC drei Airbus A330-300 für zehn Jahre leasen. Die Jets erhalten mit zwölf Flat-Bed-Seats in der Business und 365 Sitzen in der Economy die gleiche Ausstattung wie die bereits direkt bei Airbus bestellten A330-300.

Hong Kong Airlines stellt die Flüge zwischen Hongkong und London-Stansted zum 10. September ein. Die Route war erst vor fünf Monaten eröffnet worden. Hong Kong Airlines setzt hier drei Airbus A330-200 ein, die jeweils über eine reine Business-Class-Bestuhlung mit 116 Sitzen verfügen. Sie sollen dann für Charterflüge eingesetzt werden.

Air Astana hat im ersten Halbjahr einen dramatischen Gewinneinbruch verzeichnet. So verzeichnete die kasachische Fluglinie unter dem Strich nur noch 4,95 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum standen hier noch 36,9 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg im Zeitraum um 13 Prozent auf 394 Millionen Dollar. Das Management macht die hohen Kerosinpreise für das schlechte Abschneiden verantwortlich.

Nahost

Oman Air bietet mit der Majan Lounge ab sofort die zweite neue Lounge am Flughafen Muscat. Neben Gästen des Vielflieger-Programms Sindbad steht die Lounge auch für die Passagiere 17 weiterer Airlines zur Verfügung. Die Einrichtung ergänzt das Angebot der Premium-Lounges für First- und Business-Class-Passagiere von Oman Air, die im Januar 2011 fertig gestellt wurden. Gäste, die weder in der Premium-Klasse anderer Fluggesellschaften reisen noch Mitglied im Bonus-Programm von Oman Air sind, können die Lounge gegen umgerechnet rund 25 Euro ebenfalls nutzen.

Emirates verkauft drei Boeing 777-300ER sowie sieben Ersatztriebwerke an GECAS und least sie sofort zurück.

Amerika

Boliviana will nach dem Aus der Aerosur die entstandenen Lücken im Streckennetz ab Bolivien füllen und plant neue Überseeflüge. Erstes Ziel soll Madrid werden, doch auch mit München führt die staatliche Airline bereits Gespräche. Zuvor braucht Boliviana jedoch Langstreckenflugzeuge, denn derzeit verfügt sie nur über mehrere Boeing 737-300. Als Alternative könnte sie auch eine andere Fluggesellschaft mit der Bedienung beauftragen.

Libano Barroso hat seinen Posten als Chief Financial Officer (CFO) der LATAM Airlines Group abgegeben. Barroso bekleidet weiterhin die Position des Vice President von TAM S.A. Alejandro de la Fuente übernimmt interimsweise den Posten des CFO bei LATAM. De la Fuente ist seit 1995 CFO von LAN Airlines.

Air Canada hat im zweiten Quartal einen Nettoverlust in Höhe von 96 Millionen Kanadischen Dollar eingeflogen (Vorjahr -46 Mio. CAD). Der Umsatz wuchs um 2,4 Prozent auf knapp drei Milliarden Dollar. Der operative Gewinn sank um 13,7 Prozent auf 63 Millionen Dollar.

Copa Holdings hat im zweiten Quartal 32 Millionen US-Dollar verdient. Im Jahr zuvor waren es noch 41,2 Millionen Dollar. Der Umsatz wuchs um 20,6 Prozent auf 515,8 Millionen Dollar. Der operative Gewinn sank um 2,7 Prozent auf 72,6 Millionen Dollar.

Afrika

Ethiopian Airlines soll am kommenden Dienstag (14. August) ihre erste von zehn bestellten Boeing 787 erhalten. Die auf ‚Africa First’ getaufte Maschine fliegt dann von Seattle zunächst nach Washington D.C. Dort steht das Flugzeug US-Senatoren und Abgeordneten, Botschaftern, Vertretern der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds sowie Medienvertretern und Mitgliedern der Äthiopischen Gemeinde zu einer Besichtigung zur Verfügung. Zwei Tage später soll die Boeing 787 am Bole Addis Abeba International Airport landen. Dann will Ethiopian auch die ersten 787-Destinationen bekannt geben.

Von: airliners.de mit dpa, AFP, dpa-AFX, dapd
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