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Aus aller Welt

03.08.2012 - 16:27 0 Kommentare

Zahlreiche Meldungen abseits des deutschsprachigen Marktes haben die Redaktion in den letzten Tagen erreicht. So stehen zwei Airlines zum Verkauf, London hat einen sechsten Flughafen und in Russland wird an einem Widebody für Kurzstrecken geforscht.

Frigate Ecojet

Frigate Ecojet
© Rosavia

Frigate Ecojet

Frigate Ecojet
© Rosavia

Frigate Ecojet

Frigate Ecojet
© Rosavia

Kabine des Frigate Ecojet mit drei Mittelgängen

Kabine des Frigate Ecojet mit drei Mittelgängen
© Rosavia

Erste Boeing 787 für United

Erste Boeing 787 für United
© United Continental Holdings

Roll-out der ersten Boeing 787 für United aus dem Paint Shop bei Boeing

Roll-out der ersten Boeing 787 für United aus dem Paint Shop bei Boeing
© United

Erste Boeing 787 f

Erste Boeing 787 f

Kabine der ersten Boeing 787 von United

Kabine der ersten Boeing 787 von United
© United Continental Holdings

Kabine der ersten Boeing 787 von United

Kabine der ersten Boeing 787 von United
© United Continental Holdings

Abnahme des neunten SSJ100 durch Aeroflot

Abnahme des neunten SSJ100 durch Aeroflot
© SuperJet International

Grafik einer Bombardier Q400 in den Farben der Westjet

Grafik einer Bombardier Q400 in den Farben der Westjet
© Bombardier

Neue Bemalung der Air Malta

Neue Bemalung der Air Malta
© Air Malta

Boeing 737-8 MAX in den Farben der Silk Air

Boeing 737-8 MAX in den Farben der Silk Air
© Boeing

Europa

Adria Airways ist zum Verkauf ausgeschrieben worden. Größter Anteilseigner ist mit knapp 75 Prozent der slowenische Staat. Weitere Anteile halten vier Banken sowie eine Investmentgesellschaft. Interessenten sind aufgefordert, bis zum 10. September Angebote einzureichen. Adria Airways hatte 2011 einen Verlust von zwölf Millionen Euro erwirtschaftet. Im ersten Quartal 2012 war erneut ein Minus von vier Millionen Euro aufgelaufen.

Aer Lingus und Etihad Airways haben Interline- und Codeshare-Verträge unterschrieben. So setzt der arabische Anteilseigner seinen EY-Code ab Mitte September auf die Aer-Lingus-Flüge zwischen Dublin, Manchester und London-Heathrow sowie weiteren Zielen in Irland, den Britischen Inseln, den Kanalinseln, Portugal, in den Niederlanden und den USA. Dafür tragen die Etihad-Flüge zwischen Dublin und Abu Dhabi künftig auch eine EI-Flugnummer. Zugleich sollen die Iren vollen Zugriff auf das Streckennetz ab Abu Dhabi erhalten.

Aer Lingus hat in der ersten Jahreshälfte den Umsatz um 10,1 Prozent auf 626,3 Millionen Euro steigern können. Der operative Verlust sank gegenüber dem ersten Halbjahr 2011 um 83,6 Prozent auf 4,4 Millionen Euro. Unter dem Strich wuchs jedoch das Defizit vor Steuern von 13,7 Millionen Euro (2011) auf nunmehr 24,5 Millionen Euro. Größte Posten waren Umstrukturierungsmaßnahmen sowie Abwehrmaßnahmen gegen Ryanairs Übernahmeangebot.

Das russische Rosavia-Konsortium forscht an einem neuen Großraumjet für Kurz- und Mittelstrecken. Zeichnungen zufolge weist der "Frigate Ecojet" einen elliptischen Rumpfquerschnitt mit drei Mittelgängen auf. Bis zu 360 Passagiere sollen so 3.500 Kilometer fliegen können. Eine spätere Version soll mit weniger Passagieren dann bis zu 5.000 Kilometer weit fliegen können. Rosavia will bereits 2014 bis 2016 die Produktion aufnehmen.

Suchoi hat einen zehnten Regionaljet vom Typ Superjet 100 ausgeliefert. Die Maschine mit der Rumpfnummer 95017 ist zugleich der neunte SSJ100 bei Aeroflot. Der Jet soll am 2. August erstmals im Liniendienst eingesetzt werden und die Strecke Uljanowsk-Moskau bedienen.

London hat nun offiziell einen sechsten Flughafen: Die IATA erkannte Southend östlich der britischen Hauptstadt als weiteren Londoner Airport an, wie der Flughafen am Mittwoch mitteilte. Von der britischen Luftfahrtbehörde CAA war Southend bereits vor der IATA-Entscheidung als Londoner Airport anerkannt. Der Flughafen war im Jahr 2008 an das britische Logistikunternehmen Stobart verkauft worden, das dort seither etwa 100 Millionen Pfund (rund 127 Millionen Euro) investierte.

Air Malta stellte eine neue Lackierung vor.

Turkish Airlines hat vier neue Flugziele ab Istanbul angekündigt. Zunächst werden Flüge nach Kinshasa aufgenommen, die ab dem 27. August viermal wöchentlich angeboten werden. Am 2. September kommen drei wöchentliche Verbindungen nach Sabha in Libyen hinzu. Ab dem 9. Oktober soll Scharm El-Scheich viermal wöchentlich bedient werden und ab dem 24. November geht es zudem fünfmal pro Woche auf die Malediven.  

Ryanair will zusammen mit dem chinesischen Flugzeugbauer Comac einen Prototypen mit breiteren Türen entwickeln. Zwei Passagiere sollen gleichzeitig ein- oder aussteigen können. Dadurch würden sich die Turn-around-Zeiten weiter verkürzen lassen.

Der norwegische Billigflieger Norwegian will eine Niederlassung in Bangkok einrichten und dort neue Boeing 787 stationieren. So sollen die hohen Personalkosten in Norwegen umgangen werden.

Der spanische Billigflieger Vueling weist für das zweite Quartal einen Nettogewinn von 7,7 Millionen Euro aus. Im Vorjahreszeitraum betrug der Überschuss 3,6 Millionen Euro.

Asien/Pazifik

Air Astana bedient ab 1. August die Strecke Almaty-Urumqi statt derzeit dreimal pro Woche dann täglich. Auch die Verbindung zwischen der Hauptstadt Astana und der westchinesischen Metropole wird ab 17. September von zwei auf vier wöchentliche Flüge aufgestockt. Alle elf wöchentlichen Flüge werden mit Airbus A320 durchgeführt.

ANA hat im ersten Geschäftsquartal (bis Ende Juni) bei einem Umsatz von umgerechnet 3,5 Milliarden Euro einen operativen Gewinn von 111,4 Millionen Euro und einen Nachsteuerertrag von rund 6,1 Millionen Euro erwirtschaftet.

Japan Airlines (JAL) darf erneut an die Börse gehen. Die Börse in Tokio entschied am Freitag, dass der erneute Börsengang nach zweieinhalbjähriger Sperre am 19. September erfolgen kann. Die japanische Regierung, die derzeit indirekt Besitzer der 2010 pleitegegangenen Fluglinie ist, will dabei ersten Angaben zufolge 663 Milliarden Yen (rund 7 Milliarden Euro) einnehmen. Es sollen 175 Millionen Aktien für 3.790 Yen das Stück platziert werden. Dies geht aus den am Freitag veröffentlichten Unterlagen des Finanzministeriums hervor.

Thai Airways legte Pläne für eine eigene Lowcostmarke zu den Akten. Stattdessen soll die Beteiligung Nok Air gestärkt und die neue Marke Thai Smile zwischen Lowcost und Premium positioniert werden.

Jet Airways hat bei der indischen Regierung einen Antrag auf Bewilligung des Beitritts zur Star Alliance gestellt.

Die Singapore-Airlines-Tochter Silkair will bei Boeing 23 herkömmliche 737 und 31 Exemplare der spritsparenden Neuauflage 737-MAX bestellen. Bislang hat Silkair nur Maschinen des europäischen Konkurrenten Airbus in der Flotte.

Nahost

El Al hat bei Boeing zwei weitere 737-900ER in Auftrag gegeben. Zusammen mit dem Auftrag vom März 2011 hat die israelische Fluggesellschaft nun insgesamt sechs Maschinen dieses Typs fest bestellt. Außerdem prüft das israelische Transportministerium eine Verstaatlichung der finanziell angeschlagenen Fluggesellschaft.

Emirates kündigte tägliche Flüge von Dubai nach Phuket an. Die neue Verbindung startet am 10. Dezember. Emirates steuert in Thailand bereits viermal täglich Bangkok an.

Amerika

Der Delta-Zubringer Comair stellt den Flugbetrieb zum 29. September ein. Delta einigte sich zuvor mit den Gewerkschaften, die 50-sitzigen Regionaljets vom Typ Bombardier CRJ100/200 schneller aus der Flotte zu nehmen. Comair verfügt anschließend über nur noch 28 Flugzeuge. Künftig will Delta vermehrt 76-Sitzer einsetzen. Zudem übernimmt sie von Southwest 88 Boeing 717.

Allegiant Air, bislang Betreiber von MD-80 und Boeing 757-200, will von GECAS neun Airbus A319 anmieten. Zehn weitere Maschinen sollen von der philippinischen Cebu Pacific erworben werden.

LAN und TAM, die sich kürzlich in der LATAM Airlines Group zusammengeschlossen haben, treffen erst im kommenden Jahr eine Entscheidung über die künftige gemeinsame Airline-Allianz. Das sagte Francisco Vidal, LATAM General Manager Europe. LAN gehört zur Oneworld, während TAM in der Star Alliance fliegt.

Conviasa Airlines aus Venezuela will sechs Embraer 190 kaufen. Teil der Vereinbarung seien außerdem 14 Kaufoptionen für diesen Flugzeugtyp, teilte Embraer am Dienstag mit. Die Auslieferungen sollen Ende 2012 beginnen. Die Maschinen werden über 104 Sitzplätze in einer Ein-Klassen-Konfiguration verfügen.

Westjet bestellte bei Bombardier 20 Turbopropflugzeuge vom Typ Q400 fest und sicherte sich Vorkaufsrechte für weitere 25 Maschinen. Bereits im Mai hatte Westjet eine entsprechende Absichtserklärung unterschrieben. Ende Juni wurde ein Vorvertrag aufgesetzt.

United Airlines hat einen ersten Blick auf und in ihre erste Boeing 787 gewährt. Die Maschine hat in dieser Woche die Lackierhalle im Boeing-Werk in Everett verlassen. In Anlehnung an das Boeing-Design wurde die Lackierung am Rumpf um eine geschwungene goldene Linie als Anerkennung der langen Geschäftsbeziehung ergänzt, teilte United mit. Die Airline will ihren ersten Dreamliner im September entgegennehmen.

Sol de Paraguay, einzige Fluggesellschaft des südamerikanischen Landes, hat nach nur neun Monaten den Flugbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen zum 1. August wieder eingestellt. Die Flotte bestand aus drei Fokker 100.

Die venezolanische Conviasa soll eine Übernahme der bankrotten Pluna (Uruguay) prüfen. Die Regierung will einen Teil der Flotte sowie Verkehrsrechte Anfang September versteigern.

Afrika

South African Airways (SAA) vereinfacht zum 5. September 2012 die Gepäckregeln. Reisende in der Business Class können zwei Gepäckstücke zu je 32 kg kostenlos mitnehmen. In der Economy Class dürfen Kunden ein Gepäckstück mit 23 kg Gewicht kostenlos mitnehmen.

Von: airliners.de mit dpa, AFP, dpa-AFX, Austrian Aviation Net, ch-aviation
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