Aufwändige Bodenreinigung am Flughafen Düsseldorf dauert bis 2027

07.11.2013 - 15:57 0 Kommentare

Böden im Bereich des Düsseldorfer Flughafens sind an einigen Stellen mit einer als krebserregend geltenden Chemikalie verunreinigt, die unter anderem in Feuerlöschschaum enthalten ist. Die Reinigung ist aufwändig.

Feuerwehr

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© Hamburg Airport

PFT-Grundwasserverunreinigung Lohausen /Kaiserswerth

PFT-Grundwasserverunreinigung Lohausen /Kaiserswerth
© Umweltamt Düsseldorf

Im Januar 2005 überschoss dieser Frachtjumbo der Atlas Air in Düsseldorf bei der Landung die Bahn.

Im Januar 2005 überschoss dieser Frachtjumbo der Atlas Air in Düsseldorf bei der Landung die Bahn.
© AirTeamImages.com - TT

Im Januar 2005 überschoss dieser Frachtjumbo der Atlas Air in Düsseldorf bei der Landung die Bahn.

Im Januar 2005 überschoss dieser Frachtjumbo der Atlas Air in Düsseldorf bei der Landung die Bahn.
© AirTeamImages.com - TT

Im Januar 2005 überschoss dieser Frachtjumbo der Atlas Air in Düsseldorf bei der Landung die Bahn.

Im Januar 2005 überschoss dieser Frachtjumbo der Atlas Air in Düsseldorf bei der Landung die Bahn.
© AirTeamImages.com - TT

Mit perfluorierten Tensiden (PFT) belastete Flächen und Gewässer im Bereich des Düsseldorfer Flughafens werden voraussichtlich erst in 14 Jahren wieder gereinigt sein. Das geht aus einem Bericht des nordrhein-westfälischen Umweltministers Johannes Remmel (Grüne) hervor, den er jetzt dem Umweltausschuss des Landtages vorgelegt hat. Für die Sanierungsarbeiten hat der Airport in den vergangenen Jahren bereits Rückstellungen in Höhe von sechs Millionen Euro gebildet, sagte Flughafensprecher Thomas Kötter gegenüber airliners.de.

PFT sind synthetisch hergestellte organische Stoffe, die in der Natur nicht vorkommen. Sie sind toxisch, nicht abbaubar und stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. In Düsseldorf wurden nach Angaben der Stadtverwaltung 2007 erste Gewässeruntersuchungen auf PFT vorgenommen. Vereinzelt wurden Werte von bis zu 57.000 ng PFT pro Liter gemessen. Der allgemeine Vorsorgewert liegt bei 100 ng. Feste Grenzwerte für PFT in Böden gibt es bislang nicht.

Verdacht fällt auf Feuerlöschschaum

PFT werden unter anderem in Feuerlöschschäumen verwendet. Auf dem Flughafengelände wurden bisher vier Stellen mit besonders hoher PFT-Belastung identifiziert. Dabei handelt es sich um ein ehemaliges Feuerlöschübungsbecken, die Feuerwache Nord des Flughafens und ein Tanklager.

Zudem wurden an der Atlas-Air-Unfallstelle PFT-Belastungen gemessen. Eine Frachtmaschine war Ende Januar 2005 auf dem Düsseldorfer Flughafen über die Landebahn hinaus gerollt. Die Crew blieb unverletzt. Zwei Triebwerke waren bei der missglückten Landung in Brand geraten und mussten gelöscht werden. Der Boden an der Unfallstelle wurde bereits ausgetauscht.

Darüber hinaus wurden auch an weiteren Stellen erhöhte Messwerte ermittelt, für die es nach Remmels Bericht bislang keine "plausiblen Zusammenhang mit den bereits identifizierten Eintragsstellen" gibt. Die PFT-Belastung des Grundwassers in Teilen der Düsseldorfer Stadtteile Lohausen, Kaiserswerth und Kalkum hat bereits zu Konsequenzen bei den Bewohnern geführt: Es darf in den betroffenen Gebieten für die kommenden 15 Jahre nicht mehr für die Bewässerung verwendet werden. Das Trinkwasser ist laut Gesundheitsamt nicht belastet.

Wie genau die weitere Verbreitung von PFT über das Grundwasser gestoppt werden kann, dafür entwickelt der Flughafen derzeit ein Sanierungskonzept. Dieses werde noch in diesem Jahr vorgelegt, so Flughafensprecher Kötter. Gleichzeitig verweis er darauf, dass in Düsseldorf die Löschübungen mit Schaum bereits 2007 eingestellt worden sind. Seitdem trainiere die Flughafenfeuerwehr nur noch mit Wasser. Für den Ernstfall stehen ihr moderne Löschschäume mit einem deutlich reduziertem PFT-Gehalt zur Verfügung.

Von: airliners.de
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