Hahn-Aufsichtsratschef verteidigt Tantiemenzahlung

19.04.2017 - 15:45 0 Kommentare

Der Flughafen Hahn macht Verluste. Trotzdem bekommen die Führungskräfte Tantiemen ausgezahlt. Aufsichtsratschef Salvatore Barbaro hat das jetzt verteidigt.

Salvatore Barbaro, Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Hahn GmbH  - © © dpa - Thomas Frey

Salvatore Barbaro, Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Hahn GmbH © dpa /Thomas Frey

Der Aufsichtsratschef des kriselnden Flughafens Hahn hat die Tantiemenzahlungen an Führungskräfte verteidigt. "Die Tantiemen machen im Jahr um die ein bis 1,25 Prozent der gesamten Personalkosten aus", sagte Salvatore Barbaro (SPD) jetzt in Mainz. 2015 hätten diese bei 0,98 Prozent gelegen, 2016 bei 1,25 Prozent. Bei 16,86 Millionen Euro Personalkosten im Jahr 2016 seien das um die 200.000 Euro, sagte Barbaro.

Der Hunsrück-Flughafen, der bisher Rheinland-Pfalz und Hessen gehört, hatte Führungskräften trotz Verlusten besondere Vergütungen gezahlt. Mit Geschäftsführer Markus Bunk sei 2013 vereinbart worden, dass 75 Prozent des Gehalts fest ausgezahlt würden. "Dazu kommen 25 Prozent nur dann, wenn bestimmte zwischen Aufsichtsrat und Geschäftsführung vereinbarte Ziele erreicht werden", sagte Barbaro. 2016 lagen diese Tantiemen bei 38.750 Euro.

Der Flughafen hatte sich laut Barbaro unter anderem vorgenommen, neue Frachtkunden zu gewinnen. Das sei unter anderem mit Etihad und der Senator Air gelungen. Es sei jedoch nicht gelungen, den Einbruch der Frachtzahlen aufzuhalten. "Deshalb gab es auch nicht hundert Prozent des Gehalts", sagte Barbaro.

2016 machte die Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH 14,1 Millionen Euro Verlust. Im Jahr 2015 hatte der Hunsrück-Airport ein Defizit von 17,4 Millionen Euro verbucht, mit Einbußen im Frachtverkehr und einem Plus bei den Passagierzahlen. Rheinland-Pfalz und Hessen versuchen derzeit, den Airport zu verkaufen.

© Flughafen Frankfurt-Hahn, Lesen Sie auch: Hahn-Verkauf: HNA Group gibt keine Jobgarantie

Von: ch, dpa
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