Aufsichtsrat berät über Baufortschritt am BER

07.03.2019 - 15:21 0 Kommentare

Am neuen Hauptstadtflughafen BER berät der Aufsichtsrat an diesem Freitag ein weiteres Mal darüber, ob die Zeit bis zur geplanten Inbetriebnahme im Herbst 2020 reicht. Der Tüv äußerte Zweifel.

Terminal des Hauptstadtflughafens BER. - © © dpa - Patrick Pleul

Terminal des Hauptstadtflughafens BER. © dpa /Patrick Pleul

Auch mehr als sieben Jahre nach dem ersten Eröffnungstermin werden in dem Terminal noch Baumängel beseitigt. Zuletzt hatte der Tüv Zweifel daran geäußert, ob übergreifende Tests der technischen Anlagen im Frühjahr beginnen können. So plant es Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup.

Im Berliner Abgeordnetenhaus waren in den vergangenen Tagen Befürchtungen laut geworden, dass der Eröffnungstermin platzen könnte - es wäre der siebte seit 2011. Die Zweifel des Tüv jedenfalls sind noch nicht ausgeräumt, wie im Vorfeld der Sitzung zu hören war. So sind noch Mängel an Kabeltrassen zu beheben, und die Brandmeldeanlage ist noch nicht fertig. Die Flughafengesellschaft geht aber davon aus, dass es bis zum Herbst 2020 noch Zeitpuffer gibt.

Alle Aufsichtsratsmitglieder nehmen teil

Erstmals seit vier Jahren tagt der komplette Aufsichtsrat wieder auf dem Flughafengelände im brandenburgischen Schönefeld. Ein Besuch im Terminal ist dem Vernehmen nach aber nicht geplant. Es habe organisatorische Gründe, dass die 20 Kontrolleure sich nicht in Tegel treffen wie üblich, hieß es. In Berlin ist der 8. März seit diesem Jahr ein Feiertag - der Aufsichtsratstermin stand schon fest, bevor dies beschlossen wurde.

Die Tagesordnung ist lang, erst am Abend will Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider Ergebnisse verkünden. Themen sind auch der Bau des neuen Terminals 2, der seit dem Herbst läuft, sowie das geplante Terminal 3.

Das Kontrollgremium will außerdem sein eigenes Wirken überprüfen. Ein externer Berater hatte dazu die Arbeit des Aufsichtsrats unter die Lupe genommen. Die Runde überwacht die gesamte Arbeit der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, also auch den Betrieb der bestehenden Flughäfen Tegel und Schönefeld.

Von: dpa, br
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