Aufsichtsrat beschäftigt sich mit BER-Regierungsterminal

01.12.2016 - 11:52 0 Kommentare

Wann können Staatsgäste am neuen Hauptstadtflughafen (BER) einchecken? Und in welchem Gebäude? Darauf müssen sich die Verantwortlichen an diesem Freitag verständigen. Eine Frage aber wird wohl wieder offen bleiben.

Illustration des künftigen Regierungsterminals am Flughafen BER - © © dpa -

Illustration des künftigen Regierungsterminals am Flughafen BER © dpa

Das geplante Regierungsterminal am neuen Hauptstadtflughafen beschäftigt an diesem Freitag abermals den Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft FBB. Vertreter des Unternehmens und seines Miteigentümers, des Bundes, stehen unter Zeitdruck. Denn der Bau des Regierungsterminals wird bis zum Start des Großflughafens voraussichtlich nicht beginnen. Deswegen soll es eine Zwischenlösung geben - doch auch für sie wird die Zeit mittlerweile knapp.

Themen im Kontrollgremium sind auch der Stand der Arbeiten im neuen Flughafen und wie immer am Jahresende der Wirtschaftsplan der Flughafengesellschaft für 2017. Wegen der Bau-Probleme hatte sie in den vergangenen Jahren rote Zahlen geschrieben.

Geplant ist ein Interimsbau

Der Aufsichtsrat wird aber - nach vier geplatzten Eröffnungsterminen seit 2011 - voraussichtlich kein Startdatum für den Flughafen nennen. Flughafenchef Karsten Mühlenfeld will erst Anfang 2017 sagen, wann die ersten Maschinen am drittgrößten deutschen Flughafen abheben. Obwohl die Baustelle wieder deutlich in Verzug ist, hält das Unternehmen offiziell vorerst am Ziel fest, noch 2017 zu starten. Das soll die Baufirmen motivieren.

Die Betreiber rechnen damit, dass das Regierungsterminal erst rund fünf Jahre nach Eröffnung des neuen Flughafens fertig wird. Deshalb soll zunächst ein einfacherer Interimsbau entstehen, den dann später Geschäftsflieger nutzen.

© dpa, Lesen Sie auch: Regierungsterminal am BER sorgt für offenen Streit

Bund und Flughafengesellschaft streiten über diese Zwischenlösung jedoch seit Monaten. Denn der Bund will nicht länger als fünf Jahre auf das endgültige Terminal für Regierung und Staatsgäste warten, der Flughafen wollte für eine Fünfjahresfrist bislang aber keine Garantie abgeben. Nun laufen die Beteiligten Gefahr, dass auch schon der Interimsbau zu spät kommt.

Der unkonkrete Eröffnungstermin war erst kürzlich der Anlass einer Forderung an den brandenburgischen Finanzminister Christian Görke (Linke). Denn BVB/Freie Wähler wollen nicht, dass das Land weiter Geld für den Bau des BER zahlt, solange es keinen konkreten Eröffnungstermin gibt. Wer nicht in der Lage sei, einen Endtermin zu benennen, für den er auch gerade stehe, der dürfe auch kein Landesgeld beziehen, so die Wählergruppe.

Von: ch, dpa
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