Eurowings beendet Wet-Lease mit Lauda Motion

20.04.2018 - 10:46 0 Kommentare

Eurowings wird die auslaufende Wet-Lease-Lease Vereinbarung mit Lauda Motion nicht verlängern. Grund seien die nicht nicht kompatiblen Computersysteme. Damit ist die Kranich-Tochter schon die zweite Airline die eine Kooperation mit Laudas neuer Airline beendet.

Niki Lauda. - © © dpa - Helmut Fohringer

Niki Lauda. © dpa /Helmut Fohringer

Die Lufthansa-Tochter Eurowings beendet ihre erst im März begonnene Zusammenarbeit mit der österreichischen Fluglinie Laudamotion. Damit reagiert das Unternehmen auf den Einstieg des Billigfliegers Ryanair bei der neuen Fluglinie des Ex-Rennfahrers Niki Lauda.

"Wir werden die Kooperation fristgerecht zum 31. Mai beenden", sagte ein Eurowings-Sprecher am Freitag. Eurowings hatte seit März vier Flugzeuge samt Besatzungen von Lauda angemietet und war eigentlich an einer Fortsetzung im Sommer interessiert. Zuerst hatte die "Börsen-Zeitung" über das Ende der noch jungen Kooperation berichtet.

Der Reisekonzern Thomas Cook und sein Ferienflieger Condor hatten ihre Zusammenarbeit mit Lauda Motion bereits vor zwei Wochen gekündigt. Die Vertriebspartnerschaft mit Condor soll Ende April auslaufen. Tatsächlich hat Lauda Motion den Flugverkauf aber bereits auf das System des neuen Anteilseigners Ryanair umgestellt.

Ryanair-Anbindung ist Hindernis

Die Anbindung an Ryanair nannte der Eurowings-Sprecher nun auch als einen der Gründe für die Beendigung der Kooperation: Die Systeme des irischen Billigfliegers seien nicht mit denen von Eurowings kompatibel. Zudem habe Lauda Motion die gewünschten Flugkapazitäten ab Juni nicht mehr zur Verfügung stellen können.

Ohnehin war die im März vereinbarte Kooperation der Lufthansa-Töchter mit den Österreichern nur teilweise umgesetzt worden: Ursprünglich wollte Eurowings acht Maschinen samt Personal anmieten, letztlich erhielt sie aber nur vier.

© Flughafen Düsseldorf GmbH, Lesen Sie auch: Lauda Motion wird Nummer Zwei im Mallorca-Verkehr Analyse

Niki Lauda hatte die einst von ihm gegründete, inzwischen insolvente Air-Berlin-Tochter Niki im Januar übernommen und im März unter dem Namen Lauda Motion neu an den Start gebracht. Wenig später gewann er Europas größten Billigflieger Ryanair als Investor. Die Iren haben knapp ein Viertel der Anteile erworben und wollen absehbar 75 Prozent an Lauda Motion übernehmen.

Von: br, pra, dpa
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