Ein Airbus der Lufthansa landet kurz nach Sonnenuntergang am Flughafen Frankfurt © dpa /Frank Rumpenhorst
Nach dem Flughafenbetreiber Fraport fordert auch die Deutsche Flugsicherung (DFS) mehr Flexibilität bei der 23.00-Uhr-Grenze am Frankfurter Flughafen. DFS-Geschäftsführer Dieter Kaden sagte der Mainzer «Allgemeinen Zeitung» (Freitag): «Wenn man einem Passagier um 23 Uhr und zehn Sekunden deutlich machen muss, Du rollst wieder zurück, auf Dich wartet ein Feldbett, dann meine ich, wäre ordnungspolitisch etwas mehr Flexibilität angebracht.»
Am größten deutschen Drehkreuz gilt seit Oktober 2011 ein Nachtflugverbot zwischen 23.00 und 05.00 Uhr, von dem es aber mitunter wetterbedingte Ausnahmen gibt. Kaden zeigte Verständnis für Anwohner im Rhein-Main-Gebiet, die nicht noch zusätzliche Belastungen nach 23.00 Uhr haben wollten. Er könne sich eine Toleranz bis etwa 23.10 Uhr vorstellen, erklärte der Manager. In Düsseldorf gebe es bereits eine solche flexible Handhabung.
Fraport-Chef Stefan Schulte hatte sich jüngst ebenfalls für eine flexiblere Grenze beim Nachtflugverbot starkgemacht. Am Frankfurter Airport blieben nachts zu viele startklare Jets am Boden, weil die 23.00-Uhr-Grenze vom Land zu strikt ausgelegt werde, hatte der Manager seinen Vorstoß begründet.
Hessens Wirtschaftsminister Florian Rentsch (FDP) lehnt eine Aufweichung der Grenze dagegen mit Verweis auf die Rechtslage strikt ab. Das Ministerium stellt die Ausnahmegenehmigungen für Starts innerhalb des Nachtflugverbotes aus.
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