Auch 2019 keine Gebührenerhöhung am Frankfurter Flughafen

19.02.2018 - 15:38 0 Kommentare

Der Frankfurter Flughafen will auch im kommenden Jahr die Gebühren nicht erhöhen. Trotzdem fordert der Airport ein Nachdenken über die Luftsicherheitskosten.

Logo des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport an einem Informationsschalter.  - © dpa - Frank Rumpenhorst

Logo des Frankfurter Flughafenbetreibers Fraport an einem Informationsschalter. dpa /Frank Rumpenhorst

Der Frankfurter Flughafen hat angekündigt die Start- und Landegebühren auch im kommenden Jahr nicht zu erhöhen. Darauf habe man sich mit den Hauptkunden verständigt und einen gemeinsamen Appell an die Bundesregierung gerichtet.

Der Frankfurter Flughafen wird seine Start-und Landegebühren auch im kommenden Jahr nicht erhöhen. "Wir werden auch 2019 eine Nullrunde haben", erklärte der Vorstandschef der Betreibergesellschaft Fraport, Stefan Schulte. Man werde damit die eigene Wettbewerbssituation weiter verbessern. Für das laufende Jahr hat Fraport die Sätze auch nach massiver Kritik der Lufthansa nicht hochgesetzt.

Mit dem Hauptkunden sei man weiterhin in guten Gesprächen, erklärte Schulte. Sein Gesprächspartner beim "Vhu-Verkehrsforum", Lufthansa-Vorstandsmitglied Harry Hohmeister, nannte eine Frist bis zum Ende dieses Jahres, um Details zu einer neu definierten "Systempartnerschaft" mit Fraport zu präsentieren. "Wir können deutlich mehr zusammen machen. Es ist sehr viel Verständnis gewachsen", erklärte Schulte.

Gemeinsame Forderungen an die Bundespolitik

Einig waren sich die Unternehmen in ihren Forderungen insbesondere an die Bundespolitik. Gemeinsam verlangten sie erneut ein Ende der nationalen Luftverkehrssteuer, die Tickets verteuere und wesentlich von den heimischen Gesellschaften zu tragen sei. Dies hindere Investitionen in moderneres und leiseres Fluggerät.

Reformbedarf sieht die Luftverkehrsindustrie zudem bei den Luftsicherheitskosten. Die Gebühren würden in anderen Nationen ganz oder zu großen Teilen von den Staaten bezahlt. Schulte verlangte zudem den schnelleren Einsatz neuer, in Modellversuchen bereits erprobter Technologien insbesondere bei den Passagierkontrollen. In der Verantwortung der Bundespolizei seien die Einrichtungen nur halb so leistungsfähig wie in anderen Ländern.

© dpa, Britta Pedersen Lesen Sie auch: Das will die Groko im Luftverkehr

Von: br, dpa
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