Airbus A321 der Austrian Airlines © AirTeamImages.com /Danijel Jovanovic
Der Aufsichtsrat der Austrian Airlines wird am Donnerstag offenbar nicht wie geplant über einen Betriebsübergang auf die Tochter Tyrolean entscheiden. Wie das „Handelsblatt“ berichtet, ist der Termin um zwei Wochen auf den 19. April verschoben worden, da noch eine Teil-Betriebsbilanz erstellt werden müsse, um einen nahtlosen Wechsel zu Tyrolean zu gewährleisten.
Austrian Airlines sollte sich bis Anfang April mit der Belegschaft auf Sparmaßnahmen geeinigt haben. Der Betriebsrat hatte sich überzeugt gezeigt, dass ein vernünftiges Paket zur Senkung der Personalkosten abgeschlossen werde. Die Airline sieht indes offenbar kaum Fortschritte. Das Bordpersonal habe bislang keine ausreichenden Vorschläge gemacht, zitiert das „Handelsblatt“ einen Austrian-Sprecher. Sollte es zu keiner Einigung kommen, strebt AUA die Überführung des Flugbetriebs auf Tyrolean an.
Dabei soll ein Umstieg vom AUA-Kollektivvertrag auf den Tyrolean-Kollektivvertrag bewerkstelligt werden, bei dem das Flugpersonal laut „Handelsblatt“ 20 bis 25 Prozent weniger verdient. Die österreichische Gewerkschaft Vida hatte zuletzt den Tyrolean-Kollektivvertrag des Bordpersonals gekündigt. Der Betriebsratschef für das AUA-Bordpersonal, Karl Minhard, kündigte laut einem ORF-Bericht an, die Bordbelegschaft werde nicht wehrlos das Feld räumen. Er rechnet damit, dass zahlreiche Piloten infolge des für sie ungünstigen Tarifvertragswechsels die Airline gegen Abfindung verlassen werden. „Wir rechnen damit, dass dann in einem Monat 200 bis 300 Piloten das Unternehmen verlassen“, wird Minhard im ORF-Bericht zitiert.
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