Atmosfair legt aktuelle Studie zu CO2-Emissionen von Airlines vor

07.11.2016 - 10:19 0 Kommentare

Die Umweltorganisation Atmosfair hat erneut die CO2-Emissionen von Airlines untersucht. Die deutschen Fluggesellschaften belegten dabei ganz unterschiedliche Platzierungen. Und noch etwas geht aus dem Index hervor: China holt auf.

Ein Flugzeug startet vom Bodensee-Airport in Friedrichshafen. - © © dpa - Felix Kästle

Ein Flugzeug startet vom Bodensee-Airport in Friedrichshafen. © dpa /Felix Kästle

Mit der Regionalfluggesellschaft China West Air ist erstmals eine chinesische Fluggesellschaft von der Umweltorganisation Atmosfair zur saubersten Airline der Welt erklärt worden. Im jüngsten Klimaindex der Organisation kommen mittlerweile schon zehn der 50 klimafreundlichsten Gesellschaften aus China und 16 aus Europa.

Unter den deutschen Fluggesellschaften schneidet der Ferienflieger Tuifly aus Hannover mit einem stabilen zweiten Platz in der Gesamtwertung bei den geringsten CO2-Emissionen pro Passagier und Kilometer am besten ab, gefolgt von der Condor auf Rang sieben sowie der Air Berlin auf Platz 16. Die Lufthansa als größte deutsche Airline landete mit mehr Beinfreiheit auf Rang 77 im Mittelfeld. Sie legte durch eine verbesserte Auslastung ihrer Maschinen gegenüber dem Vorjahr leicht zu. Hinter der Tuifly liegt die ebenfalls zum Tui-Konzern gehörende britische Thomson Airways auf Rang drei.

UN-Klimakonferenz findet derzeit in Marrakesch statt

Unmittelbar vor der UN-Klimakonferenz in Marrakesch, 7. bis 18. November, warnte Atmosfair-Chef Dietrich Brockhagen vor einer weiter zu hohen Treibhausgas-Belastung durch den Luftverkehr. Weltweit wuchsen die CO2-Emissionen der Fluggesellschaften mit drei Prozent etwa halb so schnell wie ihre Verkehrsleistung. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Luftverkehr weltweit nicht auf Zielkurs ist", betonte Brockhagen. Bei weiter wachsendem Verkehr gehe die technische Entwicklung global gesehen nicht schnell genug.

OMV Aktiengesellschaft, Lesen Sie auch: Icao-Staaten legen Klimaschutzabkommen für die Luftfahrt auf

Zu den Kriterien für die Beurteilung der Klimafreundlichkeit zählt in dem Index unter anderem die Zahl der transportierten Passagiere. Der Grund: Flugzeuge mit enger Bestuhlung belasten in der Bilanz die Umwelt deutlich weniger mit dem Klimakiller CO2 als Flieger mit viel Beinfreiheit. Zudem zahlte sich der verstärkte Einsatz moderner Maschinen mit weniger Emissionen aus. Insgesamt bildet der Atmosfair-Airline-Index (AAI) mit rund 32 Millionen Flügen etwa 92 Prozent des weltweiten Luftverkehrs ab.

Von: dpa, gk
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