Asiana-747F vor Südkorea abgestürzt

28.07.2011 - 10:48 0 Kommentare

Eine Boeing 747-400F von Asiana Airlines ist am Donnerstagmorgen vor der südkoreanischen Küste verunglückt. Der Frachter war auf dem Weg nach Schanghai. Die zwei Crew-Mitglieder an Bord der Maschine kamen bei dem Absturz ums Leben.

Die Boeing 747-400F der Asiana Airlines mit der Registrierung HL7604 verunglückte am 28.07.2011. - © © AirTeamImages.com - Jorge Chavez

Die Boeing 747-400F der Asiana Airlines mit der Registrierung HL7604 verunglückte am 28.07.2011. © AirTeamImages.com /Jorge Chavez

Vor der Küste Südkoreas ist eine Boeing 747-400F der südkoreanischen Gesellschaft Asiana Airlines mit zwei Besatzungsmitgliedern ins Meer gestürzt. Trümmerteile der Maschine seien am frühen Donnerstagmorgen (Ortszeit) rund 100 Kilometer westlich der südlichen Insel Cheju gefunden worden, teilte die Küstenwache mit.

Die Crew hatte den Angaben der Küstenwache zufolge rund eine Stunde nach dem Abflug vom internationalen Flughafen Incheon vor der Westküste des Landes technische Probleme gemeldet. Wie der «Aviation Herald» berichtet, hat die Besatzung zuvor ein Feuer im Cargobereich gemeldet, bevor sie die Steuerung über die Boeing verlor. Die Maschine mit der Registrierung HL7604 befand sich auf dem Flug OZ-991 von Seoul nach Schanghai. 

Ein Sprecher von Asiana Airlines bestätigte, dass die Gesellschaft rund eine Stunde nach dem Start einen Bericht über mögliche Probleme der Maschine erhalten habe. «Ein oder zwei Minuten danach verschwand das Flugzeug vom Radar.» Die Crew habe über dem Meer zum Flughafen in Cheju umkehren wollen.

Das Flugzeug hatte unter anderem Computer, Halbleiter sowie Farbe und Harzlösung geladen. Ob der Absturz mit den Chemikalien an Bord zusammenhänge oder ein mechanisches Problem die Ursache gewesen sei, wird nun untersucht. Dabei werden die Ermittler besonderes Augenmerk auf Lithium-Batterien werfen müssen.

Lithium-Batterien stehen im Verdacht, den Absturz eines UPS-Frachters in Dubai im vergangenen September verursacht zu haben. Herkömmliche Löschmittel sind nicht in der Lage, Lithium-Feuer effektiv zu bekämpfen. Die FAA hatte daher bereits zuvor einen Leitfaden zur Lithiumfeuer-Bekämpfung herausgegeben und ein Trainingsvideo für Cabinencrews zur Feuerbekämpfung von Laptopbränden veröffentlicht.

Von: dpa, airliners.de
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