Arbeitskampf an Berliner Airports vorbei - Verdi berät über Schlichtung

15.03.2017 - 10:20 0 Kommentare

Nach den Streiks kehrt an den Berliner Flughäfen kehrt wieder Normalität ein. Die Bodenverkehrsdienste machen eine Streikpause. Die Arbeitgeber haben eine Schlichtung vorgeschlagen - nun will Verdi darüber beraten.

Ein Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste am Airport Berlin-Tegel. - © © dpa - Bildfunk - Jörg Carstensen

Ein Mitarbeiter der Bodenverkehrsdienste am Airport Berlin-Tegel. © dpa - Bildfunk /Jörg Carstensen

Der zweitägige Streik des Bodenpersonals an den beiden Berliner Flughäfen ist beendet. Die Gewerkschaft Verdi will nun über einen Vorschlag zur Schlichtung beratschlagen. Das sagte Verdi-Streikleiter Enrico Rümker.

Die Arbeitgeber hatten die Gewerkschaft dazu aufgefordert. Die Positionen lägen so extrem auseinander, dass eine Schlichtung der einzige Weg zu einer für beide Seiten vertretbaren Lösung sei, hatte ein Sprecher des Forums der Bodenverkehrsdienstleister Berlin-Brandenburg gesagt.

Ab kommender Woche wieder Streiks möglich

An den Flughäfen Tegel und Schönefeld sei am Morgen wieder der Betrieb aufgenommen worden, sagte ein Sprecher der Flughafengesellschaft. Vereinzelt könne es noch zu Verspätungen kommen.

Am Montag und Dienstag hatte der Streik der 2000 Beschäftigten des Bodenpersonals den Verkehr am drittgrößten deutschen Luftverkehrsstandort nahezu zum Erliegen gebracht. Nur einzelne Flüge gingen noch.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Streikpause angekündigt, um den Arbeitgebern Zeit zum Nachdenken zu geben. Komme die Tarifrunde für die 2000 Beschäftigten des Bodenpersonals jedoch nicht voran, drohten von Montag an auch unangekündigte Streiks, hieß es.

© dpa, Christoph Schmidt Lesen Sie auch: Tarifstreit am Airport Stuttgart wohl bald vorbei

Die Gewerkschaft fordert bei einer Tarifvertragslaufzeit von zwölf Monaten einen Euro mehr pro Stunde für die Mitarbeiter des Bodenpersonals. Die Arbeitgeber boten zuletzt an, die Löhne in allen Entgeltgruppen schrittweise zu erhöhen - bei einer Laufzeit von drei Jahren. Nach Angaben von Verdi würde ein einfacher Beschäftigter auf dieser Grundlage pro Arbeitsstunde 27 Cent mehr erhalten.

Von: ch, dpa
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