Beruf & Karriere

Arbeiten in der Luftfahrtindustrie

06.06.2017 - 12:05 0 Kommentare

Wer an Luftfahrt denkt, hat dabei fast immer zuerst das fliegende Personal vor Augen. Dabei sind die meisten Beschäftigten am Boden tätig, beispielsweise in der Luftfahrtindustrie. Facharbeiter haben derzeit gute Chancen.

Bei Airbus in Toulouse wird eine A350 montiert. - © © dpa - Bildfunk - Caroline Blumberg/epa/dpa

Bei Airbus in Toulouse wird eine A350 montiert. © dpa - Bildfunk /Caroline Blumberg/epa/dpa

Ein Job in der Luftfahrtbranche ist für viele das angestrebte Berufsziel. Dabei muss es nicht immer eine Arbeit als Pilot oder Flugbegleiter als fliegendes Personal sein. Auch am Boden gibt es eine Reihe an attraktiven Tätigkeiten - und Unternehmen. So ist der Flugzeugbauer Airbus bei Rankings der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands regelmäßig ganz oben mit dabei.

Und nicht nur Airbus braucht qualifizierte Mitarbeiter. Im Land gibt es eine ganze Reihe an Unternehmen im Flugzeugbau. Diese sind insbesondere in den Regionen in und um Hamburg, München und Frankfurt zu finden.

Und die Branche wächst. Die Beschäftigtenzahl in der Luft- und Raumfahrtindustrie hat in Deutschland mit rund 107.000 mittlerweile einen Rekordwert erreicht: Ein Plus von fast 10.000 Beschäftigten in den vergangenen fünf Jahren.

Schwächelndes Rüstungsgeschäft als Problem

Vor allem Facharbeiter haben derzeit gute Chancen, heißt es in der Branche. Sie werden für die Herstellung der aktuellen Flugzeugmodelle benötigt. 2018 will Airbus eine breitere Version seines Frachtfliegers Beluga abheben lassen. Die ersten Rumpfabschnitte werden seit Herbst in Hamburg gefertigt, die Endmontage soll noch im ersten Halbjaht 2017 in Toulouse beginnen.

Wer in der Luftfahrtindustrie arbeiten will, muss übrigens nicht unbedingt einen der klassischen Erstausbildungsberufe oder Studiengänge erlernt beziehungsweise abgeschlossen haben und zum Beispiel Fluggerätmechaniker oder Luft- und Raumfahrtingenieur sein. Bei Luftfahrt-Herstellern, Zulieferern und Dienstleistern arbeiten mehr Ingenieure aus klassischen Ingenieursrichtungen wie Maschinenbau oder Elektrotechnik als wirklich von Haus aus auf die Branche spezialisierte Luftfahrtingenieure. Und manchmal kommt auch eine Umschulung in Frage, wenn etwa ein Kfz-Mechaniker in den Wartungshangar am Flughafen wechseln will.

© dpa, Artem Tchaikovski Lesen Sie auch: Luftfahrt-Quereinstieg bietet Technikern gute Chancen

Lohnenswert wäre das: Der amerikanische Flugzeugbauer Boeing prognostiziert bis zum Jahr 2034 einen weltweiten Bedarf von rund 609.000 neuen Wartungstechnikern für den Verkehrsflugzeugbereich. Etwa jeder Sechste davon werde in Europa benötigt, heißt es im aktuellen "Pilot and Technician Outlook".

Wer sich generell über einen neuen Job oder Umschulungs- sowie Trainingskurse in der Luftfahrtbranche informieren will, findet viele Angebote im Luftfahrt-Stellenmarkt sowie in der Trainings-Kursdatenbank auf airliners.de.

Arbeiten in der Luftfahrtindustrie
Von: airliners.de
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