Anschlussflug verpasst: Ausgleich auch bei Nicht-EU-Flughafen

18.11.2013 - 08:10 0 Kommentare

Klagen auf Ausgleichszahlungen beschäftigen regelmäßig die Gerichte. In einem speziellen Fall von Verspätung mussten die Richter jetzt gleich zwei Fragen klären, um zu einem Urteil zu kommen.

Ein Flugzeug startet in den Abendhimmel.  - © © dpa - Daniel Reinhardt

Ein Flugzeug startet in den Abendhimmel. © dpa /Daniel Reinhardt

Verpasst ein Fluggast wegen großer Verspätung des Zubringerfluges seinen Anschluss, hat er Anspruch auf eine Ausgleichszahlung. Das gilt auch dann, wenn der Anschlussflug von einem anderen Unternehmen durchgeführt wird und von einem Flughafen abgeht, der nicht in der EU liegt. Das entschied das Landgericht Frankfurt (Az.: 2-24 S 16/13). Über das Urteil berichtet die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in ihrer Zeitschrift «ReiseRecht aktuell».

In dem Fall waren der Kläger und seine Ehefrau auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Rangun über Singapur mit mehr als drei Stunden Verspätung angekommen. Grund war die Verspätung des Zubringerfluges von Frankfurt nach Singapur. Dort hätten die Kläger mit einer lokalen Airline weiterreisen sollen.

Von: dpa
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