Erweiterte Kooperation Ankara bestätigt Gespräche Lufthansa-Turkish Airlines

14.11.2012 - 10:51 0 Kommentare

Der türkische Finanzminister hat Gespräche über eine vertiefte Zusammenarbeit von Lufthansa und Turkish Airlines bestätigt. Details nannte er nicht.

Boeing 777-300ER der Turkish Airlines. Im Hintergrund ein Flugzeug der Lufthansa - © © AirTeamImages.com - HAMFive

Boeing 777-300ER der Turkish Airlines. Im Hintergrund ein Flugzeug der Lufthansa © AirTeamImages.com /HAMFive

Die türkische Regierung hat am Dienstag Gespräche zwischen Lufthansa und Turkish Airlines über eine vertiefte Zusammenarbeit bestätigt. Es werde daran gearbeitet, die bestehende Zusammenarbeit "auszubauen, insbesondere um den geschäftlichen Dialog in bestimmten Bereichen zu erweitern", sagte der türkische Finanzminister Mehmet Simsek am Dienstag laut der Nachrichtenagentur Anadolu. Die Konzernchefs von Turkish Airlines und Lufthansa arbeiteten derzeit gemeinsam an einem Ausbau der Geschäftsbeziehungen.

Details zu den Gesprächen über eine erweiterte Kooperation nannte Simsek nicht. Die Lufthansa wollte die Äußerung des türkischen Ministers nicht kommentieren. Eine Konzernsprecherin bekräftigte lediglich bisherige Äußerungen der Lufthansa, das Unternehmen sei mit Turkish Airlines über die gemeinsame Fluglinie Sun Express "ohnehin im ständigen Austausch, wie wir unsere Zusammenarbeit im Interesse unserer Kunden verbessern können".

Medienberichten zufolge wollen Lufthansa und Turkish Airlines ihre Zusammenarbeit vertiefen und dabei nicht nur weitere Gemeinschaftsunternehmen gründen. Geplant ist demnach auch eine Überkreuzbeteiligung der Konzerne beim Firmenkapital. Die bisherige gemeinsame Fluglinie von Lufthansa und Turkish Airlines, Sun Express, bedient Flugstrecken von Deutschland in die Türkei und innertürkische Verbindungen.

Europas Fluglinien suchen seit einigen Monaten neue Bündnisse mit Konkurrenten auf dem Heimatkontinent und darüber hinaus. So trat Air Berlin im März dem Luftfahrtbündnis Oneworld um British Airways bei, knüpfte aber darüber hinaus Bande mit Air France-KLM, die dem Konkurrenzbündnis Skyteam angehört. Beide Gesellschaften arbeiten zudem mit der bündnisfreien arabischen Fluglinie Etihad zusammen, die wiederum mit der irischen Aer Lingus kooperiert. Qatar Airways schloss sich dem von British Airways dominierten Bündnis Oneworld an. Der größte arabische Player Emirates aus Dubai kooperiert mit der australischen Qantas und verlangt mit Nachdruck Start- und Landerechte - zum Beispiel am neuen Berliner Flughafen.

Von: AFP, dpa-AFX, airliners.de
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