Star-Alliance-Mitglieder streben nach Antitrust-Immunität

ANA, Continental und United wollen transpazifisch zusammenrücken

28.12.2009 - 17:10 0 Kommentare

ANA All Nippon Airways, Continental Airlines und United Airlines streben nach mehr Handlungsfreiheit im Transpazifik-Verkehr. Dazu wollen die Star-Alliance-Partner Antitrust-Immunität beantragen. Hintergrund ist das neue "Open Sky"-Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten und Japan.

ANA-Maschinen in Tokio-Haneda - © © AirTeamImages.com -

ANA-Maschinen in Tokio-Haneda © AirTeamImages.com

ANA, Continental und United haben beim amerikanischen Verkehrsministerium einen Antrag auf Antitrust-Immunität gestellt. Eine Kartellfreistellung würde den Airlines erlauben, bei Flugverbindungen zwischen den USA und Japan umfangreicher als bisher zusammenzuarbeiten.

Beide Länder verhandeln bereits seit Mai über ein "Open Sky"-Abkommen, das den Fluggesellschaften beider Länder ermöglicht, die Routen und Anzahl der Flüge weitgehend selbst zu bestimmen. Das nun ausgehandelte "Open Sky" soll nun zum Oktober 2010 in Kraft treten.

Die Handlungsfreiheiten unter der angestrebten Antitrust-Immunität würde den Star-Alliance-Partnern einen effektiveren Wettbewerb mit anderen Airlinebündnissen erlauben, die ebenfalls über eine starke Präsenz auf dem japanischen Markt verfügen.

Denn Vorteile der weitestgehenden Liberalisierung über dem Pazifik dürften vor allem die globalen Airlinebündnisse haben. So versucht bereits American Airlines, den finanziell angeschlagenen Oneworld-Partner Japan Airlines (JAL) enger an sich zu binden.

Aber auch Delta Air Lines und ihre Partner im Luftfahrtbündnis Skyteam wollen JAL mit einer Kapitalspritze über eine Milliarde Dollar helfen, um die Japaner damit zu einem Allianz-Wechsel zu bewegen.

 

Von: airliners.de
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Anzeige schalten »
  • Flugzeuge von Alitalia und Air Berlin. Warum Air Berlin und Alitalia nur fast vergleichbar sind

    Hintergrund Air Berlin ist pleite, Alitalia auch. Beide Fluggesellschaften waren Teil der Etihad-Equity-Alliance und bei beiden laufen jetzt die Insolvenzverfahren. Da hören die Ähnlichkeiten aber auch schon auf. Ein Überblick.

    Vom 12.09.2017
  • Triebwerke einer A380 der Fluggesellschaft Emirates. Emirates spricht von Kooperation mit Etihad

    Emirates bringt eine mögliche Kooperation mit Etihad ins Spiel. Die beiden Golf-Carrier aus den Vereinigten Arabischen Emiraten haben vergleichbare Probleme. Es geht nicht nur um Überkapazitäten und Politik.

    Vom 12.10.2017
  • Lufthansa-Chef Carsten Spohr. Spohrs Pläne für Air Berlin

    Es ist offiziell: Lufthansa übernimmt große Teile der Air Berlin. Kranich-Chef Spohr skizziert nun seine weiteren Pläne für Billigtochter Eurowings. Außerdem spricht er über mehr Einfluss am Flughafen Düsseldorf und die Personalie Winkelmann.

    Vom 12.10.2017

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus