Mit U-Bahn für Indien

AN-124 vom Flugplatz Parchim gestartet

26.02.2009 - 16:02 0 Kommentare

Eine Frachtmaschine mit dem ersten von vier für Indien bestimmten U-Bahnwagen ist am Mittwochabend vom Parchimer Flughafen gestartet. Das Frachtflugzeug vom Typ AN-124 sollte mit einer Flugzeit von knapp neun Stunden bei einem Zwischenstopp die indische Hauptstadt Neu-Delhi erreichen.

Der ersten U-Bahn-Wagen für eine neue indische Metrolinie wird am Mittwoch (25.02.2009) auf dem Flughafen Parchim in einen Frachtflieger verladen. - © © dpa -

Der ersten U-Bahn-Wagen für eine neue indische Metrolinie wird am Mittwoch (25.02.2009) auf dem Flughafen Parchim in einen Frachtflieger verladen. © dpa

Die Verladung des Waggons war am Mittwoch Nachmittag abgeschlossen worden. Mehr als 30 Spezialisten waren seit dem Morgen dabei, den vom Görlitzer Bombardier-Werk hergestellten, 22,50 Meter langen und 3,20 Meter breiten Waggon in die Frachtmaschine zu bugsieren. Zwei 80-Tonnen-Kräne hatten zuvor das Schienenfahrzeug von einem Spezialtransporter auf eine eigens dafür gebaute und mit Schienen versehene Rampe gehievt. Der 42 Tonnen schwere Waggon wurde dann mittels einer Seilwinde an Bord des Flugzeugs gezogen.

Insgesamt sollen vier U-Bahnwaggons der neuen Movia-Serie des Herstellers Bombardier von der mecklenburgischen Kleinstadt aus nach Indien geflogen werden. Die nächsten Flugtermine sind für Freitag sowie den 11. und 13. März geplant. Im Dezember 2002 waren von Parchim aus bereits U-Bahnwaggons aus dem Bombardier-Werk in Hennigsdorf nach China geflogen worden.

Bombardier fertigt insgesamt 106 U-Bahn-Züge mit 424 Waggons, die auf einer rund 60 Kilometer langen Strecke der Delhi Metro Rail Corporation (DMRC) zum Einsatz kommen sollen. Das Auftragsvolumen betrage 524 Millionen Euro, sagte Stephan Krenz, President Business Unit Germany and Scandinavia der Division Passengers bei Bombardier Transportation. Während die ersten 36 Wagen der neuen Metro für Neu-Delhi am Bombardier-Standort in Görlitz gefertigt werden, entstehen die übrigen Fahrzeuge in einer Fabrik im indischen Savli.

Mit dem Bombadier-Auftrag kam auch wieder Bewegung auf das Parchimer Rollfeld. Seit Ende Oktober war auf dem 2007 an den chinesischen Investor Jonathan Pang privatisierten ehemaligen Militärflugplatz keine Transportmaschine gelandet. Geplant war, dass täglich drei bis fünf Frachtflugzeuge Parchim ansteuern sollten.

Von: ddp
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