Alternative Flugkraftstoffe: AIREG und IATA schließen Partnerschaft

04.12.2013 - 13:05 0 Kommentare

Die Biokraftstoff-Initiative AIREG und die IATA haben eine Kooperation für die Entwicklung und Markteinführung alternativer Flugkraftstoffen vereinbart. Nur so seien die Klimaschutzziele zu erreichen, hieß es.

Flugzeug auf Rollweg

Flugzeug auf Rollweg
© Fraport

Ein Bodencrewmitglied geht am 15.07.2011 in Hamburg an einem Airbus A321-200 Triebwerk vorbei, das mit Biotreibstoff betrieben wird.

Ein Bodencrewmitglied geht am 15.07.2011 in Hamburg an einem Airbus A321-200 Triebwerk vorbei, das mit Biotreibstoff betrieben wird.
© dpa - Markus Scholz

Die Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany (AIREG) und der Weltluftfahrtverband IATA werden künftig bei der Entwicklung und Markteinführung alternativer Flugkraftstoffen enger zusammenarbeiten. Die Klimaschutzziele der Luftfahrtindustrie seien nur durch verstärkte Nutzung nachhaltiger Biokraftstoffe zu erreichen, teilte AIREG mit. Gemeinsam wollen beide Partner erreichen, dass es schon in wenigen Jahren alltäglich ist, mit nachhaltigen alternativen Flugkraftstoffen klimaschonend zu fliegen.

Paul Steele, Senior Vice President Member and External Relations der IATA: „Der Erfolg alternativer Flugkraftstoffe hängt ganz wesentlich von einer engen Kooperation aller Beteiligten ab.“ Die IATA habe sich auf ehrgeizige Emissionsreduktionsziele verpflichtet. Ein steigender Anteil alternativer Flugkraftstoffe sei ein wesentlicher Teil der Strategie zur Erreichung dieser Ziele, so Steele. „Für die Umsetzung der globalen Ziele brauchen wir lokale Lösungen. Die Erfolge von AIREG in Deutschland können wir für andere Märkte adaptieren und multiplizieren.“

Siegfried Knecht, Vorstandsvorsitzender von AIREG, ergänzt: „Während Fragen der Rohstoffbereitstellung und der Verarbeitung in jedem Land unterschiedlich zu beantworten sind, bedarf es bei anderen Themen zwingend der internationalen Koordinierung und Kooperation.“ Gemeinsam mit der IATA wolle AIREG an Lösungen zur langfristigen Finanzierung und für ein international anerkanntes Nachhaltigkeitsregime arbeiten.  

Die Klimaschutzziele der globalen Luftfahrtindustrie sehen vor, dass die Kraftstoffeffizienz jährlich um 1,5 Prozent steigt, der internationale Luftverkehr ab 2020 CO2-neutral wächst und der Netto-CO2-Ausstoß im Jahre 2050 gegenüber dem Stand von 2005 halbiert wird.

Diese Ziele sollen durch eine Vier-Säulen-Strategie erreicht werden, die neue Technologien (einschließlich nachhaltiger Biotreibstoffe), Verbesserungen im Flugbetrieb, bessere Infrastruktur und die zeitweilige Anwendung globaler marktwirtschaftlicher Instrumente umfasst.  

Bis zum Jahr 2025 strebt die deutsche Biokerosininitiative AIREG an, zehn Prozent des deutschen Kerosinabsatzes durch alternative Kraftstoffe zu ersetzen. Hierfür sollen unter anderem internationale Rahmenabkommen für eine nachhaltige Rohstoffbereitstellung geschlossen und entsprechende Bioraffineriekapazitäten geschaffen werden.

Die AIREG wurde 2011 als Verbund von Unternehmen und Organisationen aus Forschung und Wissenschaft gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung und Einsetzbarkeit alternativer, regenerativer Flüssigkraftstoffe voranzutreiben und damit die CO2-Senkungsziele des Luftverkehrs zu unterstützen. Zu den Gründungsmitglieder gehörten unter anderem Air Berlin, die Condor Flugdienst GmbH, die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt, die Deutsche Lufthansa AG und der Flughafen München.

Von: aireg, airliners.de
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