Entscheidung Mitte Januar

Alitalia verschiebt Entscheidung über Kaufangebot erneut

19.12.2007 - 13:57 0 Kommentare

Der Verkauf der krisengeschüttelten italienischen Fluglinie Alitalia verzögert sich weiter: Die italienische Regierung will nun bis zum 15. Januar darüber entscheiden, mit welchem Kauf-Interessenten Exklusivverhandlungen aufgenommen werden, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung. Unverbindliche Kaufangebote hatten zuletzt Air France-KLM und die zweitgrößte italienische Fluggesellschaft Air One abgegeben.

Bereits am 21. Dezember soll hingegen der Alitalia-Verwaltungsrat in einer Sitzung über die Zukunft der Gesellschaft beraten und die Regierung anschließend darüber informieren, welcher Kandidat von der Unternehmensführung bevorzugt wird. Einen Tag vorher kommt der italienische Ministerpräsident Romano Prodi mit dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy zusammen. Bei dem Treffen in Rom soll es auch um eine mögliche Allianz zwischen Alitalia und Air France gehen.

Ursprünglich hatte die Alitalia-Führung bereits in der vergangenen Woche festlegen wollen, mit wem Exklusivverhandlungen über einen Kauf der angeschlagenen Fluggesellschaft aufgenommen werden sollen. Der italienische Staat will mindestens 39,9 Prozent seiner insgesamt 49,9-prozentigen Beteiligung an Alitalia verkaufen.

Der Grund für den weiteren Aufschub seien anhaltende Meinungsverschiedenheiten in der italienischen Regierung, hatte die Mailänder Tageszeitung «Il Sole 24 Ore» zuvor berichtet. Alitalia verliere dabei täglich weiterhin mindestens 1,5 Millionen Euro und nähere sich so dem «Punkt, an dem es keine Rückkehr mehr gibt», fügte das Blatt hinzu.

Im Rennen sind neben der französisch-niederländischen Air France-KLM noch der italienische Billigflieger Air One. Die Lufthansa hatte auf ein Gebot verzichtet. Der italienische Staat sucht seit rund einem Jahr nach einem Käufer für seinen 49,9-Prozent-Anteil an Alitalia. Die Fluggesellschaft macht jeden Tag rund eine Million Euro Verlust. Der Verwaltungsrat von Alitalia hatte seine Entscheidung schon mehrfach aufgeschoben.

Von: dpa, AFP
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