Alitalia-Verkauf: Air France will neue Regierung in Rom abwarten

15.02.2008 - 12:13 0 Kommentare

Die Regierungskrise in Rom hat auch Auswirkungen auf den Verkauf der angeschlagenen italienischen Fluglinie Alitalia: Die Gruppe Air France/KLM, mit der Alitalia in Exklusivverhandlungen steht, will zunächst die Zustimmung der künftigen italienischen Regierung abwarten. «Wir werden nur dann mit unseren Verhandlungen fortfahren, wenn die zukünftige italienische Regierung sich mit unserer "Hochzeit" mit Alitalia einverstanden erklärt», zitierte die römische Zeitung «La Repubblica» am Freitag Pierre-Henri Gourgeon, den Generaldirektor von Air France/KLM.

Jedoch werde zunächst weiter an dem Projekt gearbeitet: Bis Mitte März will der französisch-niederländische Konzern ein verbindliches Angebot vorlegen. Gleichzeitig soll aber verhindert werden, dass die Privatisierung ausgerechnet dann konkret wird, wenn in Italien Mitte April eine neue Regierung gewählt wird. Politiker in Rom bezeichneten die Entscheidung von Air France/KLM als «vernünftigen Schritt». Die italienische Regierung will mindestens 39,9 Prozent ihres 49,9-prozentigen Anteils an Alitalia verkaufen.
Von: dpa
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Maschine von Alitalia im Hangar. Medien: Staat könnte bei Alitalia einsteigen

    Italiens populistische Regierung könnte 25 Prozent des insolventen National-Carriers Alitalia kaufen, berichten Medien. Die Gespräche mit den Kaufinteressenten Lufthansa und Easyjet liegen dagegen auf Eis.

    Vom 18.06.2018
  • A320 von Alitalia Alitalia-Verkauf bis Ende Oktober verschoben

    Italiens Regierung entscheidet: Das Bieterverfahren um die insolvente Alitalia wird sich weitere sechs Monate hinziehen. Lufthansa bekräftigt ihr Interesse an der Airline, verlangt aber harte Einschnitte.

    Vom 26.04.2018
  • Carlo Calenda ist Italiens Minister für wirtschaftliche Entwicklung. Minister lobt Lufthansa-Angebot für Alitalia

    Drei Bieter für die insolvente Alitalia sind jetzt im Rennen. Italiens Wirtschaftsminister Calenda bevorzugt wohl das Angebot von Lufthansa - obwohl Tausende Jobs entfallen sollen. Doch eine Entscheidung könnte noch mehr als sechs Monate dauern.

    Vom 13.04.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus