Gewerkschaften drohen mit Streiks

Alitalia nimmt Kampf gegen Billigflieger auf

15.10.2009 - 15:38 0 Kommentare

Die im Januar neu aufgestellte Alitalia hat ihre Strategie geändert. Künftig will die Airline auch von kleineren italienischen Flughäfen europaweit operieren und so gegen die Billigflieger vorgehen. Ein verwegenes Unterfangen angesichts des großen Defizits.

Alitalia Airbus A321 - © © AirTeamImages.com -

Alitalia Airbus A321 © AirTeamImages.com

Alitalia will den Kampf mit den Billigfliegern aufnehmen und kündigte neue Verbindungen ab kleineren italienischen Flughäfen an. Damit sollen nach Angaben des Unternehmens Marktanteile verteidigt beziehungsweise zurückgewonnen werden. Bislang setzen vor allem Lowcost-Airlines wie easyJet und Ryanair auf solche Direktverbindungen zwischen kleineren Airports.

So schloss Alitalia zuletzt Abkommen mit den Flughäfen von Turin und Venedig. Im Dezember sollen dann beispielsweise von Turin neue Flüge nach Amsterdam, Berlin-Tegel, Moskau-Scheremetjewo und Istanbul anlaufen, die zwei- bis viermal wöchentlich bedient werden sollen. Zu Mitte Januar ist eine Erhöhung der Flugfrequenzen geplant.

Auch mit den Flughäfen von Bari, Brindisi, Perugia und Catania steht die Fluggesellschaft in Verhandlungen, erklärte Alitalia-Geschäftsführer Rocco Sabelli.

Gewerkschaften drohen mit Streikaktionen

Airline-Chef Sabelli dementierte Berichte, wonach Alitalia in einer finanziellen Schräglage sei. Das Unternehmen benötige seinen Aussagen zufolge keine Kapitalerhöhung. Alitalia sei durch die Vollprivatisierung vielmehr gerettet worden und müsse sich nun um eine Flottenmodernisierung sowie die Verbesserung des Service kümmern.So hat Alitalia erst kürzlich drei werksneue Airbus A320 übernommen, um ältere Maschinen abzulösen.

Die Gewerkschaften schlagen jedoch angesichts eines Minus von 450 Millionen Euro Alarm. Im Vergleich zum Vorjahr beschäftige Alitalia rund 7.000 Mitarbeiter weniger und führe rund 30 Prozent weniger Flüge durch, warnen die Gewerkschafter und drohen mit Streiks.

Von: airliners.de
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