Hoffnungsschimmer

Alitalia einigt sich mit vier Gewerkschaften

15.09.2008 - 12:46 0 Kommentare

Im Ringen um die Rettung der angeschlagenen italienischen Fluggesellschaft Alitalia gibt es einen Hoffnungsschimmer. Vier von neun Gewerkschaften einigten sich heute nach zähen Verhandlungen mit der für die Alitalia-Übernahme zuständigen Investorengruppe auf ein Rahmenabkommen. Die wichtigsten Arbeitnehmervertretungen stimmten allerdings noch nicht zu.

In den zähen Streit der italienischen Gewerkschaften und der Investorengruppe CAI ist heute wieder Bewegung gekommen. Einem Rahmenabkommen zwischen vier Gewerkschaften und der CAI zufolge, sollen insgesamt 12.500 Alitalia-Mitarbeiter in die neue Gesellschaft übernommen werden, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa am Montag. Von 3.000 bis 7.000 Mitarbeitern will sich die neue Alitalia nach bisherigen Planungen trennen.

Nach der jetzt erzielten Einigung sollen 1.550 Piloten, 3.300 Flugbegleiter und 7.650 Techniker, Arbeiter und andere Angestellte übernommen werden. Das Unternehmen hat derzeit etwa 20.000 Mitarbeiter. Arbeitsminister Maurizio Sacconi sprach nach der Einigung von einem «soliden Startpunkt für die Zukunft der Airline». Die wichtigen Arbeitnehmervertretungen der Piloten und der Fluglotsen stimmten dem Plan allerdings noch nicht zu. Die CAI will jetzt mit ihnen weiter verhandeln.

Mit der Einigung scheint auch zunächst die Gefahr gebannt, dass die Alitalia ihren Flugverkehr kurzfristig einstellen muss. Am Montag starteten nach Medienberichten bis zum Mittag alle Flugzeuge der Linie ohne größere Verspätungen. Auch der Treibstoff für die Airline sei vorerst gesichert.

Alitalias Insolvenzverwalter Augusto Fantozzi hatte am Wochenende für Aufsehen mit der Warnung gesorgt, die Airline müsse möglicherweise bereits am Montag die Flüge einstellen, weil sie kein Kerosin mehr bekomme. Zugleich drohte der Insolvenzverwalter für die nächsten Tage mit dem Beginn von Entlassungen.

Von: dpa, airliners.de
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