Sparmaßnahmen

Alaska Airlines reduziert Kapazitäten und entlässt Mitarbeiter

15.09.2008 - 14:46 0 Kommentare

Die US-Fluggesellschaft Alaska Airlines hat angekündigt, ihre Kapazitäten mit Beginn des Winterflugplans zu reduzieren. Darüber hinaus will der Carrier neun bis zehn Prozent seiner Mitarbeiter entlassen. Auch die zugehörige Horizon Air kündigte derartige Sparmaßnahmen an.

Boeing 737-700 der Alaska Airlines - © © Alaska Airlines -

Boeing 737-700 der Alaska Airlines © Alaska Airlines

Alaska Airlines hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, ihre Kapazitäten (gemessen in verfügbaren Sitzplatzkilometern) mit Beginn des Winterflugplans am 9.November um acht Prozent zu reduzieren. Diese Maßnahme bedeute 15 Prozent weniger Flüge. Insgesamt sollen die Kapazitäten auf vier Arten reduziert werden:

  • Flüge an Samstagen und Feiertagen mit geringer Nachfrage sollen gestrichen werden.
  • In hochfrequentierten Gebieten sollen die Flüge im Schnitt um einen Roundtrip pro Tag reduziert werden. Dies betrifft vor allem Flüge von Seattle in den US-Bundesstaat Kalifornien.
  • Einige Flüge von Portland (US-Bundesstaat Oregon) in die San Francisco Bay Area werden mit kleineren Flugzeugen durchgeführt. Statt der Boeing 737 sollen Bombardier CRJ-700 Regionaljets und Q400 Turboprops der Horizon Air, die wie Alaska Airlines zur Alaska Air Group gehört, eingesetzt werden.
  • Einige Saisonflüge nach Mexiko werden eingestellt. Dies betrifft Flüge von San Francisco nach Cancún, Mazatlán und Ixtapa/Zihuatanejo. Mexikoverbindungen von Los Angeles aus werden weiterhin angeboten.

    Über die Flugplanänderungen hinaus kündigte Alaska Airlines weitere Stellenstreichungen an. Dies betrifft nach Unternehmensangaben 850 bis 1000 Mitarbeiter, darunter Piloten, Flugbegleiter, Mechaniker und Servicemitarbeiter. Bereits im Sommer hatte Alaska Airlines 80 Stellen im Management sowie zahlreiche unbesetzte Stellen gestrichen.

    Sparmaßnahmen auch bei Horizon Air

    Auch die ebenfalls zur Alaska Air Group gehörende Horizon Air hat Kapazitätenreduzierungen und Stellenstreichungen angekündigt. Im vierten Quartal 2008 will die Airline ihre Kapazitäten um rund 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verringern. Bislang seien außerdem 75 Stellen im Management der Airline, vor allem mittels „freiwilliger Entlassungen“ und Nichtbesetzung offener Posten, gestrichen worden. Auch 94 Pilotenstellen seien, wiederum mittels Beurlaubungen, Abfindungen und Nichtbesetzung, gestrichen worden. Weitere 40 Piloten sollen im November beurlaubt werden.

    Als Grund für die Sparmaßnahmen nannten die beiden Airlines den Ölpreis, die schwache Wirtschaft sowie den zunehmenden Wettbewerb unter den Fluggesellschaften.

    Alaska Airlines und Horizon Air fliegen zusammen 95 Ziele in den USA (einschließlich Hawaii), Kanada und Mexiko an. Alaska Airlines betreibt eine Flotte bestehend aus 111 Boeing 737 in den 400-er, 700-er, 800-er und 900-er Ausführungen. Horizon Air betreibt eine Flotte bestehend aus 20 Bombardier CRJ-700, 33 Q400 und 17 Q200.

    Von: airliners.de
  • Nachrichten-Newsletter

    Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

    Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

    • Streikende Ryanair-Piloten versammeln sich vor dem Flughafen in Dublin. Erster Pilotenstreik bei Ryanair

      Ein historischer Schritt: Piloten von Ryanair legen 24 Stunden lang die Arbeit nieder. Es ist der erste ordentliche Pilotenstreik in der Geschichte des Low-Costers. Die Airline reagiert mit Unverständnis - und mit Annullierungen.

      Vom 12.07.2018
    • Leere Schalter von Ryanair. Ryanair wird großflächig bestreikt

      Seit drei Uhr in der Nacht halten die Piloten in fünf europäischen Ländern Ryanair am Boden. Die Airline strich wegen der Streiks hunderte Flüge, sagt aber auch, dass sich die Lage im Laufe des Tages beruhigen soll.

      Vom 10.08.2018
    • Eine Boeing 737 der Ryanair. Ryanair will keine Flugzeuge aus Deutschland abziehen

      Der Billigflieger ganz milde: Trotz vorheriger Ankündigung will Ryanair bei weiteren Pilotenstreiks keine Flugzeuge abziehen - zumindest aus Deutschland. Dem Low-Coster stehen die nächsten Streiks bevor.

      Vom 02.08.2018

    Themen

    Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus