Airport München will fahrerlosen Elektro-Kleinbus einsetzen

31.07.2017 - 09:24 0 Kommentare

Er fährt elektrisch und braucht keinen Fahrer: der Elektro-Kleinbus, den der Flughafen München noch in diesem Jahr einsetzen will. Das Fahrzeug ist zunächst allerdings nicht für Passagiere gedacht.

Diesen selbstfahrenden Elektro-Bus will der Airport München einsetzen.

Diesen selbstfahrenden Elektro-Bus will der Airport München einsetzen.
© Flughafen München

Elektromobililtät ist auch an anderen deutschen Flughäfen ein Thema - zum Beispiel nutzt der Airport Paderborn/Lippstat die Förderbandanlage "Power Stow".

Elektromobililtät ist auch an anderen deutschen Flughäfen ein Thema - zum Beispiel nutzt der Airport Paderborn/Lippstat die Förderbandanlage "Power Stow".
© Airport Paderborn-Lippstadt

Und diese Hybrid-Fahrzeuge vom Modell BMW 225xe iPerformance Active Tourer sind in Düsseldorf unterwegs.

Und diese Hybrid-Fahrzeuge vom Modell BMW 225xe iPerformance Active Tourer sind in Düsseldorf unterwegs.
© Flughafen Düsseldorf

Im Rahmen eines Projekts soll in Stuttgart eine umweltverträgliche Flugzeugabfertigung durch Elektromobilität umgesetzt werden.

Im Rahmen eines Projekts soll in Stuttgart eine umweltverträgliche Flugzeugabfertigung durch Elektromobilität umgesetzt werden.
© Flughafen Stuttgart

Egal ob Stuttgart, Düsseldorf oder Paderborn/Lippstadt: Elektromobilität ist auch für die deutschen Flughäfen ein Thema. Der Airport München geht jetzt noch einen Schritt weiter und will noch in diesem Jahr einen selbstfahrenden Elektro-Kleinbus einsetzen.

Das Gerät soll zunächst als Mitarbeiter-Shuttle im öffentlichen Bereich dienen, teilte der bayerische Airport mit. Sollte die Testphase erfolgreich sein, könnten in Zukunft auch Passagiere mit dem fahrerlosen Bus transportiert werden. Für den Prototypen des französischen Start-Ups Easytrack fehlt allerdings noch die Sondergenehmigung vom TÜV.

Lasersensoren scannen die Umgebung

Einen ersten Test am Flughafen München gab es aber schon: Neulich seien mehr als 1500 Menschen auf einer abgesperrten Teststrecke mit dem EZ10 unterwegs gewesen, so der Airport. Der Elektro-Bus kann maximal sechs Personen befördern und kostet zwischen 200.000 und 250.000 Euro.

Das Fahrzeug hat fünf Lasersensoren, die die Umgebung scannen. Taucht ein Hindernis auf, bremst der Bus. Für den Notfall ist eine Person an Bord, die eingreifen kann. Das schreibt der Gesetzgeber so vor. Mit dem Projekt in München sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass der Bus später auch ohne Fahrer im Flughafenumfeld fahren kann.

Technische Daten

Länge: 3,92 Meter

Breite: 19,8 Meter

Höhe: 2,75 Meter

Geschwindigkeit: 20 km/h

Reichweite: soll die Testphase zeigen

Der fahrerlose Elektro-Bus bei einer Testfahrt. Foto: © Flughafen München

Das Thema Elektromobilität ist auch an anderen deutschen Flughäfen ein Thema. So seien beispielsweise Elektro-Busse an den Standorten Frankfurt und Stuttgart unterwegs, wie der Flughafenverband ADV mitteilt.

Insgesamt beträgt der Anteil von Bussen und Kleinbussen mit alternativen Antrieben an deutschen Flughäfen jedoch gerade einmal 1,5 Prozent. Als Grund dafür nennt der Verband die hohen Anschaffungskosten und die dazugehörige Ladeinfrastruktur.

Gepäckschlepper machen den größten Teil aus

Insgesamt werden rund 19 Prozent aller Flughafen-Fahrzeuge mit alternativen Antrieben (Erdgas, Hybrid, Elektro, H2) betrieben. Der größte Teil davon entfällt auf Gepäckschlepper (45 Prozent), Autos machen sieben Prozent aus.

Zum Vergleich: Laut Bundesumweltamt machen Hybrid- und Elektrofahrzeuge im motorisierten Individualverkehr derzeit 1,5 Prozent aus. Die Behörde begründet das mit hohen Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge, schlechter Infrastruktur und einer unvollständigen Marktreife.

Von: ch
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