Airport Leipzig/Halle baut für 45 Millionen Euro aus

31.01.2018 - 13:17 0 Kommentare

Zusammen mit dem Immobilienunternehmen KSW will der Flughafen Leipzig/Halle ein neues Büro-Gebäude bauen. Denn laut eines Medienberichts will der sächsische Airport weniger von Frachtkundin DHL abhängig sein.

Das geplante Gebäude befindet sich direkt an der Zufahrt zum Flughafen-Terminal. - © © Entwurf Martin Faßbauer, Foto: Mitteldeutsche Zeitung -

Das geplante Gebäude befindet sich direkt an der Zufahrt zum Flughafen-Terminal. © Entwurf Martin Faßbauer, Foto: Mitteldeutsche Zeitung

Der Flughafen Leipzig/Halle soll offenbar ausgebaut werden. Das berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung" unter Berufung auf Informationen der Immobilienentwickler KSW, die zusammen mit dem Airport das 45 Millionen Euro teure Projekt in einem 50:50-Joint-Venture stemmt.

Der Bau des sechsgeschossigen Büro-Gebäudes mit dem Namen "Apollo XI" beginne in diesem Jahr und soll 2020 abgeschlossen sein. Der Neubau ziele mit rund 16.000 Quadratmeter Gewerbefläche vor allem auf internationale Investoren.

Weniger "abhängig von DHL sein"

Denn der Flughafen Leipzig/Halle ist nach Frankfurt der zweitgrößte Umschlagplatz für Luftfracht in Deutschland. Im vergangenen Jahr sind es nach Airport-Angaben mit rund 1,14 Millionen Tonnen gut acht Prozent mehr gewesen als im Vorjahr.

© dpa, Rene Ruprecht Lesen Sie auch: Hier wird das Gros der deutschen Luftfracht abgewickelt Beruf & Karriere

Einen Großteil dessen macht das Cargo-Drehkreuz von DHL aus. Um nicht von der Post-Tochter "abhängig zu sein, versucht der Airport weitere Logistiker und Industriefirmen anzusiedeln, die Frachtgeschäft mitbringen", so die Zeitung.

Bei KSW und dem Flughafen rechne man damit, dass unter anderem Zulieferer von Porsche und BMW Büroräume in "Apollo XI" anmieten. Derzeitige Planungen würden aber auch Labore, Kühlräume und kleinere Produktionsflächen vorsehen, heißt es. Diese könnten für High-Tech-Unternehmen von großem Interesse sein.

KSW-Chef spricht von "innovativem Gebäude"

Als potenzielle Mieter sieht KSW-Chef Jörg Zochert Unternehmen die auf "Sichtbarkeit Wert legen". Denn "Apollo XI" werde ein "innovatives Gebäude, in denen sich Firmen gut repräsentieren können". Es liege auf halber Strecke zwischen den Hauptbahnhöfen von Leipzig und Halle und direkt an der Autobahn A14.

Flughafen-Chef Johannes Jähn sieht Apollo XI als zentralen Baustein, um das umliegende sechs Hektar große Gelände des sogenannten Airport-Campus zu entwickeln. Dort sollen in den kommenden Jahren über 200 Hektar Büroflächen angeboten werden:

  • So wird der Business Park Airport Nord mit 25 Hektar bereits vermarktet;
  • der Business Park Airport West mit 53 Hektar ist baureif;
  • und der Business Park Airport Ost mit 130 Hektar befindet sich im Genehmigungsverfahren.

Jähn will dort nach Angaben der "Mitteldeutschen Zeitung" vor allem "luftverkehrsaffine Branchen" ansiedeln, die eine Anbindung an Luft, Schiene und Straße benötigen.

Von: cs
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