Airport Köln/Bonn prüft Ansprüche gegen Garvens

02.07.2018 - 08:04 0 Kommentare

Michael Garvens hat nach Betrugsvorwürfen den Flughafen Köln/Bonn im Herbst verlassen. Die Aufarbeitung der Vorwürfe dauert an und kommt nun offenbar voran.

Michael Garvens. - © © BTW - Svea Pietschmann

Michael Garvens. © BTW /Svea Pietschmann

Der Flughafen Köln/Bonn will "umfangreiche Schadenersatzansprüche" gegen "den früheren Vorsitzenden der Geschäftsführung und weitere (ehemalige) Mitarbeiter des Unternehmens" prüfen. Dies entschied der Aufsichtsrat in einer Sitzung am Freitag. Nach airliners.de-Informationen handelt es sich dabei unter anderem um den ehemaligen Airport-Chef Michael Garvens.

Dieser war nach Bekanntwerden von Untreuevorwürfen im Herbst vergangenen Jahres beurlaubt worden und hat inzwischen den Flughafen Köln/Bonn verlassen. Garvens bestreitet die Vorwürfe stets vehement, will sich aktuell aber nicht dazu äußern.

Wohl neue Vorwürfe gegen Garvens

Indes werden offenbar neue Verfehlungen bekannt: Nach Informationen des "Handelsblatts" verteilte Garvens in seiner Amtszeit Freikarten für das Parken am Flughafen an lokale Politiker, Bundestagsabgeordnete und Medienvertreter. So soll etwa der ehemalige Aspirant auf den NRW-Minusterpräsidentsposten Norbert Röttgen (CDU) 50 Prozent Ermäßigung bekommen haben - der frühere Oberbürgermeister Kölns Fritz Schrma sogar 100 Prozent. Garvens‘ Verteidiger Rolf Bietmann nennt dies eine "Marketingmaßnahme".

Der Aufsichtsrat hat zudem laut Bericht auch ein zweites Gutachten zu den Vorfällen eingeholt. Nach den Wirtschaftsprüfern von EY und der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek hätten nun auch jene der Kanzleien CMS Hasche Sigle und Feigen Graf die Vorwürfe geprüft. Laut des neuen Berichts seien strafrechtliche relevante Vorwürfe gegen Garvens "stark abgeschwächt".

Gleichzeitig erhebt der Flughafen nun auch offiziell Anschuldigungen gegen "einen noch im Unternehmen tätigen Mitarbeiter" und will arbeitsrechtliche Schritte prüfen. Zu den genauen Vorwürfen äußerte sich ein Airport-Sprecher auf Anfrage nicht.

Von: cs
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