Airport-Chef Bremen: "Es ist Zeit für einen neuen Markenauftritt"

30.05.2016 - 09:43 0 Kommentare

Vom "City Airport Bremen" zum "Bremen Airport" - so heißt der norddeutsche Standort jetzt. Im Interview mit airliners.de spricht Geschäftsführer Jürgen Bula über das neue Branding, den millionenschweren Terminal-Umbau und die Erwartungen an das Jahr 2016.

Jürgen Bula - © © Flughafen Bremen -

Jürgen Bula © Flughafen Bremen

Neuer Markenauftritt des Flughafens in Bremen: Er heißt jetzt nicht mehr "City Airport Bremen", sondern "Bremen Airport". Die Namensänderung und das neue Logo sind am vergangenen Wochenende vorgestellt worden.

Im Interview erklärt Geschäftsführer Jürgen Bula, was sich der Standort von dem neuen Branding erhofft. Außerdem erzählt er, wie es mit dem millionenschweren Umbau des Terminals läuft und warum der Airport in diesem Jahr mit einer rückläufigen Entwicklung bei den Finanzen und den Passagieren rechnet.

airliners.de: Der Bremer Flughafen heißt jetzt nicht mehr City Airport Bremen, sondern Bremen Airport. Warum fiel die Entscheidung auf diesen neuen Namen?
Jürgen Bula: Das bisherige Branding hat den Flughafen Bremen viele Jahre begleitet. In den vergangenen Jahren hat sich Einiges getan - bei uns und auch um uns herum. Deshalb fanden wir, dass es Zeit ist für einen neuen Markenauftritt. Unser neues Logo ist zeitgemäß, frisch und modern. Wir stehen für und hinter unserem neuen Markenauftritt und tragen ihn von Bremen nach außen.

Was erhofft sich der Airport von dem neuen Branding?
Bula: Die Menschen in Bremen und im Nordwesten fliegen ab BRE nach Deutschland, Europa und weiter in die ganze Welt. Das neue Logo und unser neuer Namen machen uns sympathischer und internationaler. Denn das sind wir am Bremen Airport. Mit unserem neuen Markenauftritt zeigen wir das unseren Kunden, Gästen und Businesspartnern.

So sieht das neue Logo des Bremer Flughafens aus. Foto: © Bremen Airport

Das Bremer Terminal soll bis Ende 2018 für zehn Millionen Euro saniert werden. Wie ist der Stand der Arbeiten?
Bula: Vor rund einem Monat haben die Arbeiten begonnen und momentan wird der Bereich der neuen, zentralen Sicherheitskontrolle in Terminal 2 ausgebaut. Sobald diese dann geöffnet werden kann, werden die beiden bisherigen Sicherheitskontrollen zurückgebaut. Hinter der neuen Sicherheitskontrolle investieren wir in neue Serviceeinrichtungen für ankommende und abfliegende Passagiere und einen Hospitality-Bereich mit einem Café und einer Bier-Bar, sowie in die Qualität und die Effizienz unserer Verfahren.

Sind bei dem Projekt Probleme aufgetaucht?
Bula: Nein, der erste Bauabschnitt verläuft derzeit reibungslos.

Warum wird das Terminal umgebaut?
Bula: Heute gehört ein angenehmer Abflugbereich mit Gastronomie-Angeboten und einem schönen Duty Free-Shop an allen deutschen Flughäfen zur Serienausstattung - und das wird es zukünftig auch am Bremen Airport geben.

So soll das neue Terminal am Bremer Flughafen einmal aussehen. Foto: © Bremen Airport

Wie finanziert der Flughafen den Umbau des Terminals?
Bula: Die rund zehn Millionen Euro für den Smart Departure-Umbau bringt der Bremen Airport komplett aus eigner Kraft auf.

Im vergangenen Jahr hatte der Flughafen seinen Gewinn auf 1,1 Millionen Euro steigern können. Mit was für einer wirtschaftlichen Entwicklung rechnen Sie in diesem Jahr?
Bula: Das Ergebnis in diesem Jahr wird maßgeblich von den Tourismus-Verkehren nach Süd-Ost Europa bestimmt. Dabei nehmen die Türkei-Verkehre, die rückläufig sind, eine große Rolle ein. Deshalb müssen wir in diesem Jahr unsere Gewinnerwartungen zurückschrauben, genauso wie wir uns erneut auf einen leichten Rückgang der Passagierzahlen einstellen.

Von: ch
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