Produktverkauf an Bord eines Flugzeugs © LSG
Billige Tickets, teure Extragebühren – nicht nur Billigflieger machen ihre Umsätze durch “Ancillary Revenues”. Insgesamt haben 50 Airlines in ihren Bilanzen solche Zusatzumsätze ausgewiesen, die der IT-Dienstleister Amadeus zusammen mit der Beratungsgesellschaft Idea Works Company ausgewertet hat.
So stiegen im vergangenen Jahr die Zusatzeinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf 18,2 Milliarden Euro. 2009 lagen die Einnahmen noch bei 10,95 Milliarden Euro. Bei den Billigfliegern macht das Zusatzgeschäft durch Schnell-Check-in, mehr Beinfreiheit, Bordmahlzeiten oder Gepäckbeförderung zwischen 15 und 33 Prozent der gesamten Verkaufserlöse aus. Mit 890,1 Millionen Euro überholte die EasyJet zudem erstmals den Konkurrenten Ryanair (886,2 Mio. Euro).
Die höchsten Zusatzeinnahmen verzeichnen aber die großen US-Fluggesellschaften wie United Continental (4,16 Mrd. Euro), Delta (2,04 Mrd. Euro), American (1,7 Mrd. Euro) sowie die australische Qantas (1,14 Mrd Euro). Sie machen vor allem gute Geschäfte mit Gepäckentgelten und dem Verkauf von Vielfliegermeilen an Partnerbanken.
| Jahresergebnisse 2011 | Zusatzumsätze gesamt in Mio. Euro |
|---|---|
| United Continental | 4.163 |
| Delta | 2.040 |
| American | 1.701 |
| Qantas | 1.142 |
| Southwest | 950 |
| Easyjet | 890 |
| Ryanair | 886 |
| US Airways | 874 |
| TAM Airlines | 537 |
| Alaska Air Group | 491 |
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