Airlines kritisieren nach Konsultation Hamburger-Gebührenpläne

25.01.2019 - 16:49 0 Kommentare

Nach den deutschen Airlines protestieren auch die in Deutschland operierenden ausländischen Fluggesellschaften gegen die geplante Gebührenerhöhung am Airport Hamburg. Zuvor gab es am Donnerstag Konsultationen mit Flughafen und Behörde.

Das Vorfeld am Hamburger Flughafen. - © Hamburg Airport -

Das Vorfeld am Hamburger Flughafen. Hamburg Airport

Die in Deutschland operierenden ausländischen Airlines haben die geplante Gebührenerhöhung am Hamburger Flughafen als überzogen zurückgewiesen. Der Flughafen habe bereits Mitte 2017 die Gebühren um 10,6 Prozent angehoben und wolle nun für 2019 eine weitere Erhöhung um 7,6 Prozent, sagte der Generalsekretär des Boards of Airline Representatives in Germany (Barig), Michael Hoppe, nach Konsultationen in Hamburg.

"Das würde einem Anstieg um fast 20 Prozent in weniger als 24 Monaten entsprechen - das hat es in der Branche bislang noch nicht gegeben." Von den Verhandlungen zeigte er sich enttäuscht. Trotz monatelanger Gespräche sei noch immer keine Lösung des Konfliktes in Sicht.

So begründet der Flughafen die Erhöhung

Grund für die Gebührenerhöhung sind die Pläne zur Erweiterung des Flughafens, der in den kommenden Jahren 300 bis 400 Millionen Euro investieren will, um die Anlagen für die Passagiere und die Technik hinter den Dienstleistungen zu erweitern oder zu erneuern. Zu den Projekten gehören neue Passagiergates, neue Anlagen für den Umschlag des Gepäcks und effektivere Sicherheitskontrollen.

© dpa, Sina Schuldt Lesen Sie auch: "Fliegen darf seinen Preis haben - auch am Flughafen" Interview mit Hamburg-Chef Eggenschwiler

Hoppe kritisierte, dass die Pläne weit über den tatsächlichen Bedarf hinausgingen. "Wir sehen eine Notwendigkeit für diese umfassende Expansion erst in fünf bis zehn Jahren, wenn nicht sogar später, und wehren uns vehement dagegen, dass Airlines schon jetzt für etwas aufkommen müssen, was noch gar nicht benötigt wird", sagte er. Er forderte eine Beteiligung der Fluggesellschaften an den Planungen, damit Erweiterungen transparent und mit genauer Bedarfsprüfung erfolgen könnten.

Auch der BDF kritisierte die Pläne

BDF-Chef Michael Engel hatte zuvor die geplante Erhöhung im Interview mit airliners.de kritisiert. Die Hamburger Genehmigungsbehörde, die an den Konsultationen am Donnerstag teilnahm, entscheidet im Mai über die endgültige Ausgestaltung der Entgelte.

© Michael Penner, Lesen Sie auch: Hamburger Flughafen und Airlines streiten über Gebühren

Von: br mit Material von dpa
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