Airlines steuern laut Iata auf Rekordgewinne zu

22.09.2016 - 14:35 0 Kommentare

Der Internationale Luftverkehrsverband (Iata) rechnet weiter mit Rekordeinnahmen der Airlines. Grund sind die niedrigen Ölpreise. Iata-Chef Alexandre de Juniac warnte vor bestimmten Faktoren.

Ein Airbus A320 der Lufthansa wird am Flughafen Hamburg betankt.  - © © dpa - Marcus Brandt

Ein Airbus A320 der Lufthansa wird am Flughafen Hamburg betankt. © dpa /Marcus Brandt

Die Fluggesellschaften dürfen sich laut dem Internationalen Luftverkehrsverband (Iata) dieses Jahr über Rekordeinnahmen freuen. Der Nettogewinn der Branche werde voraussichtlich bei 39,4 Milliarden Dollar (35,3 Milliarden Euro) liegen, nach 35,3 Milliarden im vergangenen Jahr, sagte der neue Iata-Chef Alexandre de Juniac jetzt in Singapur. Hintergrund sei vor allem der Preissturz beim Öl, wodurch Kerosin vergleichsweise billig zu haben ist.

Damit hält die Iata an ihren bereits bekannten Prognosen fest. De Juniacs Vorgänger Tony Tylor hatte Anfang Juli ähnliche Zahlen genannt. Im vergangenen Dezember war die Prognose für 2016 sogar noch etwas höher gewesen.

Nach Berechnungen der Iata geben die Fluggesellschaften dieses Jahr 127 Milliarden Dollar für Treibstoff aus - 44 Prozent weniger als im Jahr 2014, als Öl mit teils mehr als 100 Dollar pro Barrel (159 Liter) sehr viel teurer war. Treibstoffkosten sind für die Unternehmen der größte Einzelposten bei den Kosten. Laut Iata wird dieses Jahr das erste seit 2004 sein, in dem die Treibstoffausgaben weniger als 20 Prozent der Gesamtkosten ausmachen.

War vorher Chef von Air France-KLM: Der neue Iata-CEO Alexandre de Juniac.Foto: © Iata

Zum Rekordgewinn trägt laut de Juniac außerdem bei, dass sich die Reisebranche besser schlägt als die schwächelnde Weltwirtschaft insgesamt. Zugleich warnte er vor zu großem Optimismus: "Ich bin nicht hier, um ein Ende der guten Zeiten anzukündigen, aber es wäre unrealistisch zu erwarten, dass sie ewig andauern", sagte er auf einer Iata-Konferenz in Singapur.

Als Risikofaktoren nannte de Juniac unter anderem einen möglichen Anstieg des Ölpreises. Auch könnten "terroristische Aktivitäten" sich weiter ausbreiten und verstärken oder in einer großen Volkswirtschaft könnte sich die Konjunktur eintrüben. Zudem warnte de Juniac vor möglichen Folgen einer "protektionistischen Rhetorik".

Von: ch, AFP
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