BER-Debakel Airlines fordern Verbesserungen in Berlin-Tegel

08.01.2013 - 14:57 0 Kommentare

Lufthansa und Air Berlin dringen nach dem erneut geplatzten Starttermin für den Hauptstadt-Airport BER auf eine Ertüchtigung des alten Flughafens Berlin-Tegel.

Lufthansa und Air Berlin fordern nach der erneuten Verschiebung des Eröffnungstermins für den Hauptstadtflughafen Berlin-Brandenburg BER Investitionen in den Ausweichflughafen Berlin-Tegel. "In Tegel muss investiert werden, um einen vernünftigen Service für Fluggäste zu gewährleisten", sagte ein Lufthansa-Sprecher am Dienstag in Berlin. Aufgrund der verschobenen Eröffnung des BER-Airports müsse Tegel nun "für mehrere Flugplanperioden den Löwenanteil des Flugverkehrs in der Hauptstadt tragen".

Auch Air Berlin forderte von der Berliner Flughafengesellschaft Nachbesserungen in Tegel. Es bedürfe Anstrengungen seitens des Flughafenbetreibers, "um dort einen noch besseren Standard zu erreichen", erklärte Air Berlin.

Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hatte am Montag bestätigt, dass der 27. Oktober 2013 als Eröffnungstermin des künftigen Berliner Single Airports nicht eingehalten werden kann. Zuvor wurde die Eröffnung bereits drei Mal verschoben.

Air Berlin hatte im November wegen der mehrfachen Verschiebung des Eröffnungstermins eine Feststellungsklage gegen die Betreibergesellschaft eingereicht. Damals bezifferte die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft den bis dahin entstandenen Schaden auf einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe.

Bei der Lufthansa fiel bislang noch keine Entscheidung über eine mögliche Schadenersatzklage. "Dass Schäden entstehen, ist völlig klar; diese werden nun aufgelistet", sagte der Lufthansa-Sprecher. "Zu gegebener Zeit wird der Flughafengesellschaft eine Rechnung präsentiert". Ob es letztlich zu einer Klage der Lufthansa komme, werde aber erst "zu gegebener Zeit entschieden". Die Mitglieder des Airline-Verbands BARIG hatten ebenfalls angekündigt, mögliche Schadenersatzforderung zu prüfen.

Auch die Deutsche Bahn bereitet Schadenersatzforderungen vor. Der Konzern habe "durch die wiederholten Verschiebungen der Inbetriebnahme des Flughafens finanzielle Einbußen in Millionenhöhe zu verzeichnen", erklärte ein Konzernsprecher. Derzeit jedoch sei es "noch nicht möglich" die Einbußen zu beziffern. Dies gelte "auch für die konkrete Höhe der Schadensersatzansprüche gegen die Flughafengesellschaft", erklärte der Bahn-Sprecher.

Von: AFP, dpa-AFX
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