Airline haftet für Zusatzkosten bei verspäteten Geschäftsflügen

17.02.2016 - 14:55 0 Kommentare

Bei einer Flugverspätung seiner Mitarbeiter kann ein Arbeitgeber Schadenersatz von der Airline verlangen. Dies entschied jetzt der Europäische Gerichtshof. Die Höhe ist aber begrenzt.

Wartende Fluggäste. - © © dpa - Daniel Reinhardt

Wartende Fluggäste. © dpa /Daniel Reinhardt

Fluggesellschaften müssen bei großen Verspätungen auch für zusätzliche Kosten haften, die Arbeitgebern bei Geschäftsflügen ihrer Mitarbeiter entstehen. Dies entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem am Mittwoch in Luxemburg verkündeten Urteil. (Az. C-429/14)

Allerdings könne der Arbeitgeber nur die im sogenannten Montrealer Übereinkommen festgelegte Höchstsumme für Verspätungsschäden fordern, die derzeit bei rund 5000 Euro liegt. Das Abkommen aus dem Jahr 1999 regelt Haftungsfragen im internationalen zivilen Luftverkehr.

Zudem dürften die Schadensersatzleistungen für den Arbeitgeber nicht die Summe übertreffen, die auch der betroffene Reisende individuell einfordern könnte, hieß es in dem Urteil.

Im entschiedenen Fall hatte der staatliche Sonderermittlungsdienst Litauens zwei Mitarbeiter auf eine Dienstreise nach Moskau geschickt. Der Flug der Air Baltic kam dort nach mehreren Zwischenlandungen aber mit einer Verspätung von über 14 Stunden an. Der Arbeitgeber verlangte deshalb von der Fluglinie zusätzliche Reisekosten und Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von insgesamt 338 Euro. Zurecht, wie der EuGH nun entschied.

Von: gk, AFP, dpa
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