Airline-Trends: Sitznachbarn selber aussuchen und Treibstoff aus Müll

16.11.2014 - 09:10 0 Kommentare

Fluggesellschaften versuchen immmer wieder, mit Kreativität bei den Passagieren zu punkten: Eine Airline will aus Müll Treibstoff machen, eine andere bietet interaktiven Geschichtsunterricht an Bord. Bei einer dritten Airline kann sich der Passagier seinen Nebensitzer selbst aussuchen.

Mit "FlightPath3D" können Passagiere Infos zu ihrer Route abrufen.

Mit "FlightPath3D" können Passagiere Infos zu ihrer Route abrufen.
© Betria Interactive, LLC

Per Touchscreen gibt es zum Beispiel Infos zu der Stadt, über die man gerade fliegt.

Per Touchscreen gibt es zum Beispiel Infos zu der Stadt, über die man gerade fliegt.
© Betria Interactive, LLC

Das Programm liefert auch Stadtpläne.

Das Programm liefert auch Stadtpläne.
© Betria Interactive, LLC

Für Kinder gibt es einen eigenen Bereich.

Für Kinder gibt es einen eigenen Bereich.
© Betria Interactive, LLC

Das Programm zeigt zum Beispiel an, welche Tiere wo leben.

Das Programm zeigt zum Beispiel an, welche Tiere wo leben.
© Betria Interactive, LLC

Interaktiver Erdkunde-Unterricht auf dem Flug.

Interaktiver Erdkunde-Unterricht auf dem Flug.
© Betria Interactive, LLC

Per Touchscreen können die Leute auf die Länder klicken, die sie interessieren.

Per Touchscreen können die Leute auf die Länder klicken, die sie interessieren.
© Betria Interactive, LLC

Mit "FlightPath3D" können die Passagiere auch Flugdaten abrufen.

Mit "FlightPath3D" können die Passagiere auch Flugdaten abrufen.
© Betria Interactive, LLC

Singapore Airlines bietet auf seinen A380 Suiten an.

Singapore Airlines bietet auf seinen A380 Suiten an.
© Singapore Airlines

Die Suiten besitzen Schiebetüren und Fensterblenden.

Die Suiten besitzen Schiebetüren und Fensterblenden.
© Singapore Airlines

Die Luxussuite von Etihad ist auch mit einem Bad ausgestattet.

Die Luxussuite von Etihad ist auch mit einem Bad ausgestattet.
© Etihad Airways

Zur Luxussuite gehört ein Schlafzimmer mit Doppelbett.

Zur Luxussuite gehört ein Schlafzimmer mit Doppelbett.
© Etihad Airways

Rund 18.000 Euro müssen Etihad-Passagiere für einen Flug in der Luxussuite bezahlen.

Rund 18.000 Euro müssen Etihad-Passagiere für einen Flug in der Luxussuite bezahlen.
© Etihad Airways

Beim Fliegen ist für den Passagier erst mal eines wichtig: Hauptsache von A nach B und der Preis stimmt. Ob er in einem Airbus oder einer Boeing sitzt, ist ihm erst mal egal. Das gilt auch für die Fluggesellschaft, mit der er reist. Laut einer Studie sind die Airlines aus Kundensicht komplett austauschbar. Die Fluggesellschaften wehren sich dagegen und versuchen, mit kreativen Ideen bei den Passagieren punkten.

Interaktiver Geschichts- und Erdkundeunterricht im Flugzeug

AirFrance-KLM zum Beispiel bietet mit dem Progamm "FlightPath3D" ihren Passagieren geografische und geschichtliche Infos, die sich auf die Orte entlang der Flugroute beziehen. Da Geschichts- und Erdkundeunterricht langweilig klingt, heißt das Ganze "Geotainment".

"FlightPath3D" zeigt die Informationen über eingebaute Touchscreens in den Rückenlehen der Vordersitze an. Air France will alle Boeing 777 mit der Technik ausstatten - sowohl in der Economy-, der Business- als auch der First-Class .

"FlightPath3D" liefert auch Infos zur Flugroute. Foto: © Betria Interactive, LLC,

Das Programm hat über 25.000 Orte eingespeichert, die in zwölf Sprachen abrufbar sind. Außerdem gibt es noch den "City Destination Guide", eine Art Stadtführer. Dieses Programm liefert Straßenkarten und Infos über lokale Sehenswürdigkeiten. Bisher sind 36 Orte abrufbar. Es sollen aber noch mehr werden.

Eigene Suite auf der A380 - oder gleich eine ganze Wohnung?

Eine eigene Suite im Flugzeug - das geht, wenn der Passagier mit einer A380 der Singapore Airlines fliegt und das nötige Kleingeld bezahlen will (und kann). Jede der 24 Kabinen verfügt über Schiebetüren und Fensterblenden. Außerdem gibt es ein Bett. Filme, TV-Shows und Musik werden auf einem 58 Zentimeter großen LCD-Bildschirm präsentiert.

Luxuriöser geht es noch mit Etihad: Die Airline bietet ab Dezember von Abu Dhabi nach London in einem ihrer A380 eine Drei-Zimmer-Wohnung an. Die Zwölf-Quadratmeter-Kabine besitzt ein Wohnzimmer, ein separates Schlafzimmer mit Doppelbett und ein eigenes Duschbad.

Der Wunsch nach WLAN

Für andere Passagiere besteht Luxus aus ganz anderen Dingen: zum Beispiel WLAN. Laut einer Studie beeinflusst WLAN die Flugauswahl von rund 66 Prozent der Passagiere. Kein Wunder, dass viele Fluggesellschaften die Nutzungsmöglichkeiten an Bord ausbauen - auch Billig-Airlines.

So war Norwegian die erste europäische Airline, die auf innereuropäischen Flügen kostenlos WLAN anbot. Und Vueling hat angekündigt, seinen Passagieren eine Internetverbindung anzubieten, die so schnell wie ein DSL-Anschluss ist.

Die Reisesuchmaschine Kayak.de kennt eine Airline, die die Internet-Kiste genau umgekehrt vermarktet: die isländische Fluggesellschaft Wow Air. Laut Airline schätzen die Passagiere die Zeit über den Wolken als letzten Ort ohne Internet und Anrufe. Darum sind auf den Flügen nach Reykjavík alle Reisenden offline, die Passagierkabine ist eine internet- und mobilfunkfreie Zone. Wow Air wirbt also mit dem, was heutzutage noch der Normalfall ist.

Sketch: Warum man Telefone an Bord nicht benutzen sollte

Der Sitznachbar, der zu mir passt

Wer regelmäßig fliegt, ist regelmäßig genervt - und zwar von seinem Sitznachbarn. Darum bietet South African Airways (SAA) seinen Gästen die Möglichkeit, Sitznachbarn auf der Basis von gemeinsamen Interessen selbst auszuwählen.

Dazu muss sich der Passagier beim "Social Seat Selector" von SAA anmelden. Das geht auch mit dem Smartphone. Das Programm zieht sich nach der Eingabe der Flugdaten die Facebook-Angaben des Reisenden, wie zum Beispiel Beruf oder persönliche Interessen. Eine Karte zeigt die Daten der Mitreisenden an und wo sie sitzen. Der Passagier kann dann per Klick entscheiden, neben wen er sich setzen möchte. Auch KLM bietet das an.

Laut SAA ist der Service sowohl bei Inlands- als auch bei Auslandsflügen verfügbar. Um ihn nutzen zu können, sollte man sich mindestens 90 Minuten bei regionalen bzw. zwei Stunden bei internationalen Flügen vorher einloggen. Wie gut das Ganze funktioniert, hängt davon ab, wie viele Informationen die Passagiere über sich preisgeben.

Müll als Treibstoff

British Airways setzt auf eine Innovation außerhalb des Cockpits, um bei den Passagieren zu landen. Die Airline will zusammen mit Solena Fuels Müll in Flugzeugtreibstoff verwandeln. Im Rahmen des British Airways GreenSky Projekts plant die Airline den Bau einer Einrichtung in der Nähe von London, in der das möglich gemacht werden soll.

Mit Hilfe der Technik von Solena Fuels sollen aus etwa 757.000 Tonnen Müll wie Lebensmittelreste und Gartenabfälle 120.000 Tonnen Treibstoff entstehen. British Airways hat sich verpflichtet, den Spirt abzukaufen. Mit dem Müll-Treibstoff können die Flugzeuge angeblich zweimal mehr CO2 einsparen. "Diese Menge würde man auch einsparen, wenn man 150.000 Autos von den Straßen nimmt", sagt Willie Walsh, Chef von British Airways. 2017 soll die Einrichtung fertig sein.

Von: airliners.de
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