Einstellungen geplant

Airbus will mehr Flugzeuge produzieren

18.01.2013 - 00:26 0 Kommentare

Airbus will die Flugzeugproduktion nach dem Rekordjahr 2012 weiter ausbauen. Dazu braucht der europäische Flugzeughersteller auch in Deutschland mehr Mitarbeiter.

Fabrice Brégier - © © dpa - Christian Charisius

Fabrice Brégier © dpa /Christian Charisius

Airbus will die Flugzeugproduktion nach dem Rekordjahr 2012 weiter ausbauen. Im laufenden Jahr soll die Zahl der ausgelieferten Maschinen auf mehr als 600 wachsen, gab Airbus-Chef Fabrice Brégier am Donnerstag in Toulouse bekannt. Grundlage des Erfolgs 2012 bleiben die Mittelstreckenflieger der A320-Familie. Von diesen Flugzeugen lieferte Airbus 455 Maschinen aus. Im Rekordjahr 2011 waren es noch 421 Maschinen gewesen. Beim Flaggschiff A380 schaffte Airbus das eigene Ziel von 30 ausgelieferten Flugzeugen, vier mehr als im Vorjahr.

Der europäische Flugzeughersteller war 2012 bei Auslieferungen und Neubestellungen hinter den Konkurrenten Boeing zurückgefallen. Airbus übergab im vergangenen Jahr 588 Flugzeuge an Kunden und nahm netto 833 Neubestellungen entgegen. Airbus-Konkurrent Boeing hatte 1.203 Bestellungen für kommerzielle Flieger erhalten und lieferte 601 Flugzeuge aus.

Brégier war trotzdem zufrieden: "Es war ein großartiges Jahr für Airbus", sagte er am Donnerstag in Toulouse. Denn inzwischen hat der Konzern 4.682 Flugzeuge im Auftragsbestand. Das bedeute Arbeit für sieben Jahre. Brégier kündigte für 2013 rund 3.000 Neueinstellungen an, nachdem 2012 bereits 5.000 zusätzliche Kräfte angeheuert worden waren. Eine der größten Airbus-Fabriken befindet sich in Hamburg, auch in Bremen, Niedersachsen und Bayern produziert Airbus.

Im laufenden Jahr will das deutsch-französische Gemeinschaftsunternehmen noch mehr Schub geben: Bregier kündigte die Auslieferung von mehr als 600 Passagierflugzeugen und 28 Militärtransportern an. Der Auftragseingang werde bei über 700 Stück bei Zivilflugzeugen und 30 bei Militärtransportern liegen.

Der Militärtransporter A400M soll nun nach zahlreichen Verzögerungen im ersten Quartal dieses Jahres seine Zulassung bekommen. Die erste Auslieferung an die französische Armee plant Brégier für das zweite Quartal. Die Entwicklung des neuen Großraumjets A350 als Konkurrent zur 787 ist laut Bregier nach mehreren Verschiebungen nun im Zeitplan. Der Erstflug sei weiterhin für Mitte des Jahres geplant.

Derweil setzt Airbus die Preise hoch. Die Flugzeuge kosten im Januar 2013 gegenüber dem Vorjahresmonat 3,6 Prozent mehr. Das gab Airbus-Verkaufschef John Leahy am Donnerstag in Toulouse bekannt.

Von: dpa, dapd
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