Airbus und Air France senken CO2-Ausstoß

17.10.2011 - 14:40 0 Kommentare

Der europäische Flugzeugbauer Airbus und die Fluggesellschaft Air France haben auf einem Linienflug die CO2-Emissionen nahezu halbieren können. Ermöglicht wurde dies durch die erstmalige Kombination verschiedener Maßnahmen.

Biokerosin-Test an einem Airbus A321 der Air France - © © Airbus -

Biokerosin-Test an einem Airbus A321 der Air France © Airbus

Air France und Airbus haben auf einem Linienflug zur Minimierung der CO2-Emissionen erstmals verschiedene Maßnahmen kombiniert: der Betrieb beider Triebwerke mit Biokerosin (in 50 Prozentiger Beimengung zum Kraftstoffgemisch), ein optimiertes Flugverkehrsmanagement (Air Traffic Management, ATM) sowie das effiziente kontinuierliche Sinkflugverfahren (Continuous Descent Approach, CDA).

Diese verschiedenen Maßnahmen hätten zusammen zu einer Halbierung der gesamten CO2-Emissionen auf 54 Gramm pro Passagier und Kilometer beigetragen. Dies entspricht einem Treibstoffverbrauch von 2,2 Litern pro Passagier auf 100 Kilometer, teilten beide Unternehmen mit.

Biokraftstoffe bilden einen Teil der Lösung für die Reduzierung der CO2-Gesamtemissionen. Die Airbus-Strategie für alternative Kraftstoffe zielt auf deren schnellere Kommerzialisierung durch nachhaltige Wertschöpfungsketten für Biokerosin ab. Kraftstoffmischungen mit 50 Prozent Biokerosinanteil sind mittlerweile für kommerzielle Flüge zugelassen. 

Darüber hinaus kann ein effizienteres Flugverkehrsmanagementsystem zur Reduzierung des Treibstoffverbrauchs und damit der CO2-Emissionen von Flugzeugen beitragen. Das kontinuierliche Sinkflugverfahren wird als weitere Möglichkeit zur Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs immer gebräuchlicher. Das Flugzeug steuert den Zielflughafen dabei im kontinuierlichen Sinkflug an – der horizontale Flug vor dem Endanflug wird vermieden. Dieses Verfahren erfordert erheblich geringeren Triebwerkschub und reduziert daher den Treibstoffverbrauch.

Von: Airbus, airliners.de
Nachrichten-Newsletter

Keine Nachricht verpassen mit unserem täglichen Newsletter.

Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen.

  • Die D-AINK trägt den Namen "Heidenheim an der Brenz". Neo-Probleme: Lufthansa bestellt weitere A320ceo

    Lufthansa sattelt im Zuge der A320neo-Probleme um und bestellt mehr Maschinen mit herkömmlichen Triebwerken. Es ist nicht das erste Mal, dass die Airline statt langer Wartezeiten lieber die ältere Airbus-Generation einflottet.

    Vom 10.09.2018
  • Airbus A321 Neo LR beim Start. Airbus-Pläne für eine A321 XLR werden konkreter

    Airbus forciert offenbar eine weitere A321-Neo-Variante. Die sogenannte XLR-Version soll mit einer noch höheren Reichweite ausgestattet werden - auch um einer möglichen Boeing 797 zuvorzukommen.

    Vom 12.10.2018

Themen

Es gelten die Forenregeln und Nutzungsbedingungen » mit Unterstützung durch Disqus