Flughafen-Schließung

Airbus überschießt Landebahn in Dortmund

26.09.2008 - 22:02 0 Kommentare

Ein über die Landebahn hinausgeschossener Airbus A321 der Nouvelair hat am Freitag am Flughafen Dortmund für erhebliche Behinderungen gesorgt. Nach dem Vorfall am Vormittag war der Flughafen bis in die Abendstunden geschlossen. Rund 6.000 Passagiere wurden mit Bussen zu Nachbarflughäfen wie Paderborn, Münster oder Köln/Bonn gebracht.

Der A321 der Nouvelair nach dem  - © © dpa -

Der A321 der Nouvelair nach dem © dpa

Ein Airbus A321 der Fluggesellschaft Nouvelair ist heute bei der Landung auf dem Flughafen Dortmund über die Landebahn hinausgeschossen, mit dem Bugrad nach dem Ende der Bahn im Gras steckengeblieben.

Die Maschine der tunesischen Fluggesellschaft kam aus Berlin Schönefeld mit dem Ziel Monastir in Tunesien. Alle 168 Passagiere an Bord blieben unverletzt. Sie hätten das Flugzeug normal über Fahrtreppen verlassen können.

Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) untersuchen den Vorfall. Erst nach Freigabe durch die BFU am Abend konnte mit der Bergung der Maschine begonnen werden. Dafür wurde eigens ein Spezialbergungsfahrzeug aus Düsseldorf herangefahren, das das Flugzeug vom Rasen ziehen und zum Terminal schleppen konnte.

Der Flughafen Dortmund musste nach dem Unfall schließen, da er nur über eine Start- und Landebahn verfügt. Nach Angaben eines Flughafensprechers war eine Flughafenöffnung zunächst für den Nachmittag geplant. Später wurde sie für etwa 20.00 Uhr erwartet, gegen 21:00 Uhr konnte die Maschine dann wirklich geborgen werden. Das Flugzeug soll nun in den nächsten Tagen auf Schäden untersucht werden.

Die Start- und Landebahn in Dortmund ist 2.000 Meter lang. Zur Landung stehen 1.700 Meter zur Verfügung (LDA). Damit ist die Bahn für einen Airbus A321 ausreichend, aber durchaus als kurz zu bezeichnen. Das Wetter zum Zeitpunkt der Landung sei hervorragend gewesen, sagte der Sprecher. Die Wetterangaben zeigen für die Unfallzeit nordöstliche Winde mit 10 Knoten bei uneingeschränkter Sicht.

Von: ddp, airliners.de
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