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Airbus plant die Kabine der Zukunft

14.06.2011 - 16:51 0 Kommentare

Das Fliegen im Jahr 2050 könnte ein wahrer Genuss sein. Wie sieht die Flugzeugkabine der Zukunft aus? Airbus-Ingenieure haben ihren Visionen freien Lauf gelassen. Heraus kamen verblüffende Antworten. Alles nur ein Hirngespinst? 

The future by Airbus - Die "Vitalising Zone" mit transparenter Außenhaut am Tag

The future by Airbus - Die "Vitalising Zone" mit transparenter Außenhaut am Tag
© Airbus

The future by Airbus - Concept Airplane mit transparenter Außenhaut

The future by Airbus - Concept Airplane mit transparenter Außenhaut
© Airbus

The future by Airbus - Die "Vitalising Zone" bei Nacht.

The future by Airbus - Die "Vitalising Zone" bei Nacht.
© Airbus

The future by Airbus - Die "Interaction Zone" - ein Holodeck...

The future by Airbus - Die "Interaction Zone" - ein Holodeck...
© Airbus

The future by Airbus - Concept Airplane mit transparenter Außenhaut

The future by Airbus - Concept Airplane mit transparenter Außenhaut
© Airbus

The future by Airbus - Die "Smart Tech Zone" mit holographischen Bildschirmen.

The future by Airbus - Die "Smart Tech Zone" mit holographischen Bildschirmen.
© Airbus

The future by Airbus - die "R

The future by Airbus - die "R
© Airbus

The future by Airbus - Modellfoto Concept Aircraft

The future by Airbus - Modellfoto Concept Aircraft
© Airbus - H. Goussé

The future by Airbus - Modellfoto Concept Aircraft

The future by Airbus - Modellfoto Concept Aircraft
© Airbus - H. Gouss

The future by Airbus - Modellfoto Concept Aircraft

The future by Airbus - Modellfoto Concept Aircraft
© Airbus - H. Goussé

Airbus Concept-Plane

Airbus Concept-Plane
© Airbus

Airbus Concept-Plane

Airbus Concept-Plane
© Airbus

Airbus Concept-Plane

Airbus Concept-Plane
© Airbus

Die Ingenieure des europäischen Flugzeugbauers Airbus haben im Vorfeld der Paris Air Show ihre Vision einer Flugzeugkabine in 40 Jahren vorgestellt. Inspiriert von der Natur zeigen die neuen Bilder Ideen für die Innenausstattung des Airbus Concept Planes, das der Flugzeughersteller bereits vor rund einem Jahr in Farnborough vorgestellt hatte. Die Maschine soll weniger Kerosin verbrauchen und leiser sein.

"Ingenieure träumen", sagt Airbus-Entwicklungschef Charles Champion nun bei der Präsentation der neuesten Airbus-Entwicklervisionen für die Kabinengestaltung im Planetarium von Greenwich bei London. Doch einige der Ideen würden schon jetzt umgesetzt und seien vielleicht schon in zehn Jahren Realität, so der Franzose.

Die Struktur der Zelle orientiere sich beim Konzeptflugzeug an der effizienten Knochenstruktur von Vögeln. Überzogen wird die Kabinenstruktur mit einer neuartigen Oberflächenfolie, die auf Wunsch auch durchsichtig geschaltet werden kann. Dadurch ergibt sich für die Pasagiere ein ganz neues, offenes Fluggefühl. Durch die gläserne Kabinenkuppel sind dann unter anderem die gerade überflogenen Berggipfel zu sehen - mit Namen und Höhenangabe. Gleichzeitig kann die durchsichtige Flugzeughaut aber auch genutzt werden, um die Temperatur an Bord zu kontrollieren.

Airbus will künftig sogar die Körperwärme seiner Passagiere einfangen, um einen Teil der Energie für den Kabinenbetrieb zu sparen. Die Sitze, aus nachwachsenden, sich selbst reinigenden Materialien gefertigt, sollen sich zudem der Körperform anpassen. Das bisherige Klassensystem von First Class, Business Class und Economy Class soll aufgelöst werden. "Das ist es nicht, was die Leute wollen", sagt Champion. Stattdessen soll es individuelle Sitzanordnungen geben.

In "Revitalisierungszonen" ist die Luft mit Vitaminen angereichert, in der "Interaktionszone" im Mittelteil der Kabine können die Passagiere hoch über den Wolken in einer Art "Holodeck" virtuell Golf spielen, shoppen gehen oder die neueste Mode in virtuellen Umkleidekabinen anprobieren. Selbstverständlich besteht während des Fluges volle Kommunikation zum Boden oder zu anderen Flugezugen.

Nicht nur die Teilnahme an Konferenzen für Geschäftsleute ist aus 10.000 Meter Flughöhe möglich. Auch die Gute-Nacht-Geschichte für die Kleinen zu Hause kann Papa aus dem Flugzeug vorlesen. In der "Smart Tech Zone" entfalten sich dazu Holographische Bildschirme vor den Passagieren.

Antwort auf Herausforderungen der Zukunft

Die Kabine der Zukunft ist Teil eines Gesamtkonzepts von Airbus für das Jahr 2050. Firmenchef Thomas Enders geht davon aus, dass die Nachfrage nach Flugzeugen weltweit steigen wird - trotz der gegenwärtigen Probleme vieler Fluggesellschaften. "Die Luftfahrt befindet sich weiter auf einem langfristigen Wachstumspfad wie kaum eine andere Branche", sagte er kürzlich der "Welt am Sonntag". Schon jetzt trage die Luftfahrt mit acht Prozent oder 580 Milliarden US-Dollar zum europäischen Brutto-Inlandsprodukt bei, rechnet Airbus vor. 33 Millionen Menschen weltweit sind im Luftverkehr tätig.

Airbus-Entwickler Champion sieht vor allem drei Herausforderungen für die Zukunft. "Die Menschen wollen billig, effizient und umweltfreundlich fliegen", sagt er. Darauf müsse die Branche Antworten finden. Deshalb müsse der Flugverkehr in einigen Jahrzehnten komplett anders aussehen als heute. 2050 gelte es, neun Milliarden Erdenbürger von A nach B zu bringen. "Wir müssen die Luft nutzen, um die Erde zu schonen", lautet des nicht ganz uneigennützige Motto bei Airbus.

Genug Platz sei da: Mit neuer Sicherheitstechnik könne der Luftverkehr leicht verfünffacht werden. Dann könnten Flugzeuge vielleicht nicht mehr notwendigerweise einzeln, sondern in Formationen fliegen und während des Flugs aneinander andocken, um gemeinsam Sprit zu sparen. Auch die Vision von riesigen, fliegenden Flugzeugträgern, auf denen Passagierflugzeuge in der Luft landen und sich "mitnehmen" lassen, spukt in den Köpfen der Entwickler.

In den Airports sieht Airbus-Entwickler Champion derzeit einen der limitierenden Faktoren der Luftfahrt. "Wir können uns viele schöne Sachen ausdenken, wenn das Flugzeug aber 40 Minuten über Heathrow fliegt und auf die Landung warten muss, ist vieles wieder verloren." Die Flughäfen der Zukunft haben darum in den Airbus-Visionen keine Gates mehr: Die Flugzeuge rollen wie ein U-Bahn-Zug in einen Bahnhof ein, die Passagiere steigen über mehrere Zugänge zügig ins Flugzeug, werden über Touchscreens erfasst und geben ihr Gepäck, das sie während des gesamten Fluges beobachten können, erst in der Kabine auf einem Rollband ab.

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The Future by Airbus

Von: airliners.de mit dpa
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