Airbus versetzt Mitarbeiter für A321 Neo nach Hamburg

29.05.2019 - 11:23 0 Kommentare

Die neuen Langstreckenversionen der A321 Neo verlangen in der Produktion nach mehr Ressourcen als die anderen Modelle der "Cash Cow" A320-Familie. Airbus vergrößert die Hamburger Belegschaft und denkt über noch höhere Fertigungsraten nach.

A320-Montage in Hamburg-Finkenwerder. - © © Airbus - M. Lindner

A320-Montage in Hamburg-Finkenwerder. © Airbus /M. Lindner

Airbus versetzt derzeit Mitarbeiter aus dem Ausland nach Hamburg, um den Standort beim Aufbau der Produktion der neuen A321-Modelle zu unterstützen. Wie die Nachrichtenagentur "Reuters" unter Berufung auf Quellen im Unternehmen berichtet, verursacht insbesondere die Fertigung der Langstrecken-Versionen Probleme im größten Airbus-Werk der A320-Familie. "In Hamburg gibt es Personalmangel", sage eine mit der Materie vertraute Person.

Die neuen Mehrklassenkabinen für Langstrecken würden sehr viel mehr Arbeit verursachen, als das Management dachte, sodass sich die Personalplanung als unzureichend erweise, so "Reuters". Besonders die "Cabin Flex"-Variante sei sehr komplex. Airbus biete nun vielen der 3500 Angestellten, deren Arbeitsplatz mit dem Ende der A380-Produktion 2021 zur Disposition steht, eine Versetzung zur A320-Produktion in Hamburg an. Außerdem würden Zeitarbeitskräfte unbefristete Verträge erhalten.

Ausweitung auf 71 Exemplare pro Monat wird geprüft

Ein Airbus-Sprecher bestätigte die Vorgänge gegenüber "Reuters" und wies darauf hin, dass die Produktion der A320-Familie im Allgemeinen und insbesondere in Hamburg seit Jahren beständig ausgeweitet werde. Auch die A321 "Head of Versions" (die erste Ausgabe eines neuen Kabinendesigns) würden ausschließlich in Hamburg gebaut: "Um die oben genannten Herausforderungen zu bewältigen, verlagern sich Aufmerksamkeit und Ressourcen nach Hamburg", so der Sprecher. Die Fertigung würde jedoch im Vergleich zum Vorjahr schon wesentlich besser laufen.

© Airbus, Lesen Sie auch: So geht Airbus die Zukunft des Flugzeugbaus an

Airbus strebt an, die Produktion von Jets der A320-Familie im Jahr 2021 von derzeit rund 60 auf 63 pro Monat zu steigern und prüft die Möglichkeit zum Bau von monatlich 71 Exemplaren. Über künftige Produktionssteigerungen möchte das Unternehmen in der zweiten Hälfte des Jahres entscheiden.

Von: dk
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